Spector – Catch You On The Way Back In – Neue Single

Von einer aufstrebenden, britischen Band wird erwartet, dass sie ein Album nach dem anderen in kürzester Zeit droppen. Spector haben sich für ihre mittlerweile dritte LP sogar sechs Jahre Zeit gelassen und geben das Gegenbeispiel dazu. Mit dem Titel „Now Or Whenever“ scherzen sie selbst über ihren alternativen Releaseplan. Am 1. Oktober erscheint das Werk und mit der Single „Catch You On The Way Back In“ geben sie ihren Fans einen ersten Einblick.

Für Spector ist ein neues Kapitel angebrochen. Nach ihrem Debüt „Enjoy It While It Lasts“ und dem Nachfolger „Moth Boys“ haben sich die Wege mit ihrem Label getrennt. Letztes Jahr haben die Londoner sich dann mit ihrer Compilation „Non-Fiction“ schon mal an das unabhängige Veröffentlichen herangetastet. Der Name erzähl dabei schon von einer Befreiung. Er ist eine Anlehnung an ihren ehemaligen Arbeitgeber: Universal-Sublabel Fiction Records.

In Eigenregie hat das Quartett – zumindest auf „Catch You On The Way Back In“ – ihre Synth-Wände von den ersten Platten stark in den Hintergrund geschoben. Der Stadionrock-Vibe mit Indie-Charme bleibt ihnen dabei erhalten. Die Männer um Frontmann Fred Macpherson klingen allerdings einen Tick energischer und wütender als früher.

Macpherson beschreibt den Song selbst so: “‘Catch You on the Way Back In’ is a 160bpm bon voyage: an ‘until next time’ for when you don’t know how long the next time might be.” Der Track steht sinnbildlich für die Unterbrechung, in der sich die Bandmitglieder ein halbes Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht sehen konnten.

Macpherson geht aber noch mehr ins Detail: “until next time” for when you don’t know how long the next time might be. It’s music for closing and music for opening, and strangely both the first track we started for the album and the last before we didn’t see each other in the flesh for six months. It’s more of a drinking song than a thinking song, so it will probably make most sense when we’re all allowed in the same room again.”

Tatsächlich lassen Spector tief in ihre Psyche blicken. Zeilen wie „I don’t want to drink, I want to drown“ und „Everyone’s a loser when there’s nothing left to win“ zeigen die Niedergeschlagenheit, die die Briten in den letzten Jahren begleitet hat.

Hoffentlich kann die neue Eigenständigkeit für eine Entlastung sorgen. Das ein oder andere Indiz dafür haben Spector dann sicherlich auf „Now Or Whenever“ versteckt.

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