Drangsal – Exit Strategy – Neues Video

Drangsal veröffentlicht heute mit der neuen Single “Exit Strategy” den inzwischen vierten Track von seinem anstehenden gleichnamigen Album, das am 27. August via Virgin erscheinen wird, veröffentlicht.

Schon das eurotrash-dancige Intro wummert in “Exit Strategy” alle Zuhörenden wach, verzerrte Synths stapeln sich, ein hektisches Schlagzeug gesellt sich dazu und – mit Chören garniert – kulminiert alles in der ersten Zeile, in der Max Gruber dramatisch fragt: “Wo sind wir hin, dürfen wir nochmal zurück?”

Bereits beim ersten Hören ist klar, mit seinen New-Wave Elementen ist “Exit Strategy” tanzbar und eingängig, aber keinesfalls zu gefällig oder gar beliebig.

Wie auch schon in den bisher von der kommenden Platte veröffentlichten Singles „Urlaub von mir“, „Mädchen sind die schönsten Jungs“ und „Liedrian“ gelingt es Drangsal auch hier, große Themen in einen einprägsamen Text zu packen.

In der neuen Single geht es um die innere emotionale Landschaft zwischen all den äußeren Katastrophen. Frei nach dem Motto “Zuckerbrot und Peitsche” streut Drangsal noch ein bisschen Romantik mit ein: “bin nicht mehr so gern alleine hier, bleib doch noch eine Weile bei mir.”

Besinnt man sich der bisher veröffentlichten Songs, scheint sein neues Album facettenreicher zu werden als der Vorgänger “Zores“, der laut MusikBlog-Review noch befremdlich “glattgebügelt” daherkam. Begeistert widersetzt sich Drangsal nun sämtlichen Themen-, Genre- und Stilgrenzen.

Auf dem neuen Album soll es um die eigene Identität gehen und all die Zweifel, Frustration und Ärgernisse, die man damit so haben kann, aber auch um Schönheit und Liebe, die ja oft als mögliche Auswege, als “Ausstiegsstrategien” aus Identitätskrisen genutzt werden.

Während sich Drangsal auf “Zores” zumindest in zwei Tracks noch auf seine englischen Texter-Wurzeln besann, ist auf “Exit Strategy” die gesamte Trackliste, bis auf den Titelsong, deutsch besetzt. Ausschließlich in der Muttersprache singen – auch eine Art, sich nackig zu machen.

Im dazugehörigen Video, das von Valentin Hansen produziert wurde, zeigt sich der Künstler aus Herxheim daher auch zu Beginn nackt und wird per Green-Screen-Technik nach und nach immer mehr selbst zur Leinwand. Große Symbolkraft, wild umgesetzt, man kennt es inzwischen von Drangsal.

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