OK Kid präsentieren heute ihre neue Single “Mr. Mary Poppins” samt Musikvideo. Der Track ist der erste Vorgeschmack auf das kommende Album “Drei”.

Auf dem bandeigenen Festival “Stadt ohne Meer” im September hatte das Trio angekündigt, dass ihr fünftes Studioalbum und das zweite auf ihrem bandeigenen Label am 11. März 2022 herauskommt.

Auf ihrem 2018er Album “Sensation“, das noch via Four Music erschien, zeigen sich die Wahl-Kölner mit weniger HipHop, dafür allerdings mit mehr drängendem Elektro-Pop: “Die schillernden Synthies von Moritz Rech salutieren den Achtzigern, energisch treiben Raffael Kühles Drums die Melodien an und der singende Jonas Schubert hat das ‘Sprech’ aus dem ‘Gesang’ weitestgehend entfernt.”

Danach stehen OK Kid ohne Label da, nach der Folgeplatte “Woodkid” von 2019 verliert die Band ebenfalls ihre Booking-Agentur und ihr Management. Das sorgt dafür, dass sich die Musiker bewusst werden müssen, was sie als innerster, noch bestehender Kern von OK Kid überhaupt ausmacht.

Die Band beschreibt die Phase ihrer Identitätsfrage, die im neuen Album mündet: “Bevor wir das erste mal ins Studio zu dritt gingen, haben wir uns eine Aufgabe gestellt, die sich jeder selbst beantworten musste: Was an OK KID finden wir geil? Was sind die Songs von uns, die wir am meisten feiern und warum? Wo könnten wir ansetzen für neue Songs, Themen, Sounds?”

Heraus kam dabei unter anderem die Selbstliebe-Hymne “Mr. Mary Poppins”, in der Schubert besingt, wie er an sich selbst und seine eigene Stärke glaubt – auch wenn die ganze Welt etwas dagegen hat.

Von allen Seiten regnet es Negativität und Abweisung – für OK Kid ein guter Grund, das Universum eines Besseren zu belehren: “Kein will mich, Keiner versteht mich/ Es gibt keinen, der mir besser gefällt/ Keiner verletzt mich oder ersetzt mich/ Da gibt es keinen andern auf der Welt”.

Schubert singt dabei recht monoton, fast schon als Rap, über den düsteren Hip-Hop-Beat. Für die Gießener handelt es sich um einen wütenden, angriffslustigen Track.

Von der Wut ins Absurde: Für das Video schmeißt sich das Trio in die Kostüme des titelgebenden 1964er Disney-Films “Mary Poppins”: In feinen Kleidern und adretten Anzügen posiert die Band in einem Wald und lädt zum Tee in einer Kulisse eines stilvollen Hauses ein. Jedoch kippt die Stimmung schnell, die Szenen wirken bizarr und unbehaglich.

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