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Wissenschaft ist ein mühseliges Geschäft. Das New Yorker Klanglabor We Are Scientists wusste schon früh mit seinen Erkenntnissen zu begeistern, schlug mit den Alben „With Love And Squalor“ und „Brain Thrust Mastery“ dicke Pflöcke in der Alternative-Landschaft ein.

Diese Großtaten liegen allerdings schon ein paar Jahre zurück, mit ihren letzten Veröffentlichungen, inklusive „Megaplex“ vor drei Jahren, bewegten sich Keith Murray und Chris Cain mehrheitlich in einer kreativen Seitwärtsbewegung.

Daraus ergab sich aber nicht zwingend die Notwendigkeit, am Konzept grundsätzliche Veränderungen vorzunehmen. Für „Huffy“ entwickelten sie wieder zehn Tracks aus dem bewährt-druckvollen Konglomerat aus treibenden Beats und Indie-Rock, die neben aller Lust am Lärm tanzbar bleiben.

„The problem is, you`ve lost your shit“ verkündet der Opener. Selbiges ist We Are Scientists dato nicht passiert, die Nummer ist ein amtliches Brett mit zwingender Bassline, knalligen Drums und kantigen Hooks, dem „Contact High“, ein lupenreiner Love-Song, anschließend locker folgen kann.

Das groovende „Handshake Agreement“ würde auch im Set von WhoMadeWho eine gute Figur abgeben, „I Cut My Own Hair“ zelebriert die hohe Riff-Schule, bevor „Just Education“ ins poppige abbiegt, dort angekommen via „Sentimental Education“ beinahe ein bisschen zu dick aufzutragen, um mit dem hibbeligen „Fault Lines“ wieder Gas zu geben.

Nach einiger Alberei über Social Media & Co noch ein Blick in die Zukunft: „Pandemonium“ rät, mit den letzte Worten kein ungünstig zitierbares Erbe zu hinterlassen, das musikalische Highlight „Bought Myself A Grave“ mit seinen atemberaubenden Breaks und quitschigen Space-Effekten empfiehlt den frühzeitigen Kauf der letzten Ruhestätte (Trend: Friedwald).

Apropos Zukunft: Der dieser Tage 89-jährig mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnete Klaus Hasselmann arbeitete sein ganzes Leben auf diese Auszeichnung hin. Die selbsterklärten Forscher We Are Scientists haben noch reichlich Zeit, ihr Werk zu veredeln.

Obwohl dem Rausschmeißer „Behaviour Unbecoming“ dabei ein bisschen die Luft ausgeht, ist „Huffy“ eine solide Platte auf dem Weg dorthin, deren Songs auf der Tour im nächsten Jahr garantiert den Turbo einschalten werden.

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