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Chris Liebing – Another Day

Auf der Suche nach den schnellsten, härtesten und urbansten Beats war Chris Liebing seinen DJ-Mitstreitern in den vergangenen Jahren meist immer einen Schritt voraus. Mit seinem neuen Studioalbum “Another Day” breitet die Gießener Szene-Ikone seine Soundfühler nun etwas weiter aus.

Abermals mit illustren Gästen an Bord (Miles Cooper Seaton, Polly Scattergood, Ladan, Tom Adams und Maria Uzor) beeindruckt “Another Day” vor allem mit eindringlicher Atmosphäre und klanglicher Detailverliebtheit.

Vom knirschenden, sich langsam aber stetig steigernden Beginn (“Fault”) bis zum stimmungsvollen, 80s-lastigen Synthie-Finale (“Closedown”) zieht das Schranz-Aushängeschild in punkto Dynamik und Atmosphäre alle Register.

Mit knarzigen Beats und der delegierenden Stimmfarbe von Maria Uzor stellt man sich jedem Tanz-Battle im Trockeneis-Universum (“Patterns”). Gemeinsam mit Tom Adams werden alte Linientreu-Erinnerungen geweckt (“Circles”).

Der liebliche Gesang von Polly Scattergood in Verbindung mit dem galoppierenden Groove aus dem Regie-Häuschen von Chris Liebing treiben das Verlangen nach körperlicher Betätigung im flirrenden Strobo-Licht schließlich auf die Spitze.

“Another Day” ist großes Sound-Kino für geduldige Ohren. Die tief unter dem mystisch wabernden Ganzen schlummernden Harmonien und Melodien brauchen ein bisschen Zeit, um vereint mit den sich türmenden Stimmungsschüben ein großes Ganzes zu bilden, das vom ersten bis zum letzten Ton einer klaren Linie folgt.

Gemeinsam mit seinem Freund und Produzenten Ralf Hildenbeutel lädt Chris Liebing den Hörer ein zu einer Reise durch urbane Soundwelten voller Leidenschaft und Intensität. Begleitet von markanten Stimmen präsentiert sich ein elektronischer Hörgenuss, der zwischen Tanzfläche und Chillout-Area durchgehend fesselt.

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