Die Foo Fighters haben ihre Neuinterpretation des Songs “Stay (I Missed You)” von Lisa Loeb veröffentlicht.

Der Song ist Teil der “Hanukkah Sessions”, für die Bandchef Dave Grohl zusammen mit dem Produzenten Greg Kurstin zur Feier des Winterfestes Chanukkah in regelmäßigen Abständen Songs von jüdischen Musiker:innen covert.

Bereits im vergangenen Jahr gab es von Grohl und Kurstin eine erste Ausgabe der Coverserie. Unter “The Hanukkah Sessions 2020” erschienen insgesamt acht Coversongs unter anderem von Bob Dylan, Peaches, The Velvet Underground und den Beastie Boys.

Ihr eigenes aktuelles Album, “Medicine At Midnight“, brachten die Foo Fighters im Februar diesen Jahres heraus. Darauf sind die Stadion-Rocker laut MusikBlog-Review fulminant und vielschichtig unterwegs: “Sie vereinen krachige Gitarren mit Streichern, treibendes Schlagzeug mit einer Prise Stadionpathos, Oh-oh-Background-Chöre mit Geschrei und liefern damit den Beweis: Rock’N’Roll ist längst nicht totgesagt.”

Dass die Band dem Covern anderer Acts nicht abgeneigt ist, zeigt sich auch in der Platte “Hail Satin”, die die Foo Fighters unter dem Pseudonym “Dee Gees” im Juli herausbrachten: Darauf spielt das Sextett fünf Tracks der Disco-Größen Bee Gees nach.

Für den Start der diesjährigen Chanukkah-Reihe wählten die beiden Musiker “Stay (I Missed You)”, den die Texanerin Lisa Loeb 1994 herausbrachte.

Im Original handelt es sich um einen romantischen, getragenen Akustik-Pop-Track, den die Musikerin und Schauspielerin mit ihrer sanften Stimme besingt.

Genau so beginnt ebenfalls Grohls Version, der nicht ganz ernsthaft mit seiner Kopfstimme den Gesang des Originals nachahmt und im dazugehörigen Video sogar wie Loeb in ihrem Clip Kleid und Brille trägt.

Nach dem kitschigen Intro bricht der Song allerdings urplötzlich in brutale Metal-Riffgewitter aus, die mit dissonanten Gitarrenmelodien, hämmernden Drums und heiseren Screams aufschrecken lassen.

Ohne Vorwarnung springt der Track nach verstörenden Stroboskop-Nahaufnahmen wieder zum harmlosen Anfang zurück, nur um kurz darauf erneut in die Metal-Landschaft abzudriften.

Zum Schluss singt Grohl mit der lieblichen Loeb-Stimmimitation über das Metal-Instrumental, was sich mit den weiteren Screams auf bizarre und witzige Art beißt. Zum Outro gewinnt wieder das Original die Oberhand und schließt mit sanften Akustikgitarren die absurde Coverversion ab.

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