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Nathaniel Rateliff And The Night Sweats – The Future

Auf der Suche nach einer sich gut anfühlenden Balance zwischen seinem Solo-Schaffen und dem Treiben mit seiner Band den Night Sweats, traf Nathaniel Rateliff auf den Produzenten Bradley Cook (Bon Iver, The War On Drugs), der ihm den Druck nahm und erklärte, dass es doch eigentlich “nur um das Schreiben von Songs” gehen sollte.

Rateliff nahm sich die Worte des Produzenten zu Herzen. So entstanden im Laufe der Pandemie zahlreiche neue Tracks, die sich am kommenden Freitag unter dem Albumtitel “The Future” auf den Weg in die große weite Welt machen.

Gleich zu Beginn des dritten Band-Studiowerks lassen es Nate und seine Kollegen ordentlich krachen. Im Stile der Kings Of Leon zieht das achtköpfige Kollektiv eine feste Schlinge um die Genres Rock, Country und Blues. Rateliffs kratziges Organ thront dabei über einer groovigen Rhythmussektion, die auf den Punkt abliefert und stets genau weiß, was sie tut.

Auch in ruhigeren Gefilden weiß die Gemeinschaft zu überzeugen. Das bass-lastige “Survivor”, das mit viel Hall unterlegte, in Richtung Achtziger schielende “Face Down In The Moment” und das vertrackt jazzige “Love Me Till I’m Gone” sorgen für eine entspannte Stimmung zwischen Lagerfeuer und Chillout-Area.

Die Höhepunkte von “The Future” schälen sich aber mit viel Drive, noch mehr Groove und ansteckenden und nachhaltigen Harmonien aus den Boxen. Der Titeltrack macht vor, was der Big-Band-Knaller “I’m On Your Side” und die smoothe 60s-Hymne “Something Ain’t Right” schließlich auf die Spitze treiben.

Erdig, authentisch und mit vielen Ecken und Kanten versehen, macht das neue Studioalbum von Nathaniel Rateliff And The Night Sweats vor allem Lust auf eins: das gemeinsame Tanzen und Feiern unter freiem Himmel, oder von mir aus auch in einem süffigen, völlig verschwitzten Hinterhof-Bunker.

Bald ist es hoffentlich wieder soweit. “Future” stimmt schon einmal auf eine hoffentlich baldige und amtliche Live-Rückkehr ein.

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