Gaspar Narby hat die neue Single “So Bored” veröffentlicht. Dazu liefert der Musiker ebenfalls das Musikvideo, das von MusikBlog präsentiert wird.

Der Song ist nach “Death & Other Things” bereits der zweite Track aus der neuen EP “Magnet Letters”, die der Schweizer Anfang nächsten Jahres via Everybody’s Records herausbringt.

Das aktuellste Werk Narbys ist die 2020er “Collab”-EP, auf der der Sänger mit diversen befreundeten Gastmusiker*innen elektronischen Dance-Pop auslotet.

In den neuen Tracks zeigt sich der Musiker mit ungewohnt akustischen Klängen und entspannteren Sphären: Die Folk- und Singer-Songwriter-Songs schrieb Narby mit Gitarren, was für ihn eine neue und ungewohnte Arbeitsweise darstellte.

“Death & Other Things” etwa kündigte die Neuorientierung mit Akustikgitarren-Arpeggios und subtilen Synthesizern im Hintergrund an. Zusammen mit den sanften, hohen Gesängen erinnert der Sound an Sufjan Stevens und Bon Iver.

Darauf geht “So Bored” einen Schritt weiter: Zu den filigranen Vocals gesellen sich nun eine gezupfte Ukulele und eine stocknüchterne Produktion, die an warme und trockene Sommernächte erinnern.

Engelsgleiche Background-Gesänge und einige Klavier-Noten komplettieren den zuckersüßen Touch des Tracks. Narby erklärt die Entstehung von “So Bored”: “Ich habe bei dieser Aufnahme viel Kassette verwendet, um mich zu zwingen, meine Ideen beizubehalten, damit ich mich nicht von ihnen zurückziehen und alles noch einmal ändern würde.”

Als Kontrast zum Sound behandelt der Songtext die wechselseitige Wirkung von Langeweile: Der Musiker singt über die Ödnis, die in einem Moment zermürbend, im nächsten aber wieder befreiend oder abenteuerlustig wirken kann.

Gleich die ersten Zeilen bringen den Zwiespalt auf den Punkt: “Honey I’m so bored, we should rob a bank/ and when the cops arrive say it’s a YouTube prank”.

Narby führt aus: “Es ist eine so dumme Idee und vielleicht einer meiner Lieblingstexte auf der EP. Der Erzähler scheint Ärger zu suchen. Ich weiß nicht genau, ob er verzweifelt ist, gesehen werden muss oder sich wirklich langweilt.”

Das Video zum Song produzierte der Musiker gemeinsam mit der Künstlerin Lena Vallat. Der Clip fängt die unschuldige, freundliche Atmosphäre des Songs mit bunten Farben und hellen Szenerien ein.

Gleichzeitig finden auch diverse Absurditäten in das Video, etwa wenn Narby vor einem Kühlschrank hockt und Pillen in einer Müslischüssel mit Milch füllt oder mit Schwimmflossen in einem leeren Swimmingpool sitzt und Ukulele spielt.

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