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INVSN – Let The Night Love You

Dennis Lyxzén’s Post-Punk-Spielwiese INVSN verspielt auf “Let The Night Love You” die durch den Vorgänger gehegten Hoffnungen mit unterkühlter 80er Atmosphäre und zu viel Pathos. Vor fünf Jahren erschien mit „The Beautiful Stories“ das eindrücklichste Album des Kollektivs INVSN, rund um Refused-Frontmann Dennis Lyxzen und einem Querschnitt von Mitgliedern schwedischer Rock- und Punk-Acts wie Masshysteri oder Deportees.

Jetzt scheint nach einem dreijährigen Anlauf die Luft raus zu sein. Bereits im Mai 2019 starteten die Aufnahmen zum dritten Album. Bevorzugt nachts. Womöglich versuchen deshalb hallende Tribal-Drums wie Taschenlampen einen leeren Raum zu erhellen, in dem die Temperatur fünf Grad unter Wohlfühlen liegt.

An zweiter Stelle lautet der Befehl entsprechend „Turn On The Lights“, das entgegen des Titels mehr bei Depeche Mode als bei Interpol klaut. Und auch „Slow Disco“ wirkt wie eine blasse Kopie von Dave Gahan & Co.

Die große Geste riskiert dann „Burn Baby Burn“. Ein paar elektronische Beats, prunkvolle Synthesizer und der exaltierter Wechselgesang zwischen Dennis Lyxzén und Sara Almgren machen daraus eine fettige Vorabsingle, die dem New Wave näher steht als dem Post-Punk.

Und selbst, wenn Almgren nicht nur in diesem Song, sondern auch bei „Grind Your Fingers To The Bone“, oder „How Far Have We Fallen“ die eindrucksvolleren Gesangpart gebühren, macht sie schwache Songs nicht wett.

Dennis Lyxzén ist hingegen gesanglich fast nicht wieder zu erkennen! Das heißt: Ihm fehlt völlig die Wiedererkennung. Wenn er inbrünstig die Choruszeilen schmettert, könnten das 1.000 sowohl bereits zuvor als auch noch niemals gehörte Frontmänner sein. Als Brüllaffe bei Refused ist er deutlich überzeugender.

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