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Nick Mulvey – New Mythology

Nick Mulvey empfiehlt sich schon immer als Singer/Songwriter für die sonnigen Monate des Jahres. Als solcher wird er noch immer besser.

Dabei wurde bereits sein Debütalbum “First Mind” für den Mercury Prize nominiert und Mulvey als britischer Jose Gonzalez gehandelt. Ein paar hypnotische Gitarrengrooves später stellte er afro-kubanische Einflüsse auf dem Nachfolger “Wake Up Now” in den Vordergrund.

Die kommen nun auch auf seiner dritten Platte “New Mythology” nicht zu kurz und schwingen unterschwellig in jedem der 12 Songs mit. In “The Gift” treten sie gar offen zu Tage.

Mulvey studierte in Kuba. Eine Stadt wie Havanna liegt ihm folglich nicht nur im Blut, sondern steckt auch in seinen Songs. So feiert auch der süße Sommerflirt “Causes” die Leichtigkeit des Seins, unbeeindruckt von der Schwere der Themen.

Die Platte erforscht eigentlich die Verletzlichkeit der alltäglichen menschlichen Erfahrung: Vater zu werden, Krankheit und Tod, und das Navigieren durch die Pandemie, in der “New Mythology” in Paris mit dem renommierten Produzenten Renaud Letang entstand.

Dass das auch in Form eines funkig-luftigen “Brother To You” verhandelt werden kann, ist hier beinahe schon Trademark. “Happy is the man who breaths in morning” singt Mulvey dann wieder ganz bescheiden in “Shores Of Mona”. Ein Paradebeispiel für großartigen Minimalismus.

Wo es etwas mehr sein darf und elektronische Einsprengsel, wie etwa in “Star Nation”, Mulveys Stimme unterfüttern, spielt er sein Know-How als Gründungsmitglied des preisgekrönten britischen Jazz-meets-Electro-Kollektivs Portico Quartet aus.

Und wer trotz allem noch immer zweifelt, hört in “Another Way To Be” nochmal deutlich, warum man ihn für den britischen Jose Gonzales hält.

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