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The Backseat Lovers – Waiting To Spill

Mit ihrem Major-Debüt “Waiting To Spill” will die in Salt Lake City ansässige Indie-Band The Backseat Lovers den nächsten Schritt gehen. Das eröffnende “Silhouette” zieht den Hörer auch sogleich mit warmen Gitarren und einem dynamischen Mittelteil in seinen Bann.

Inspiriert von kalifornischen Wäldern und einem Coming-of-age-Prozess, der viele Fragen ans Tageslicht fördert, skizziert die Band auch in der Folge ein musikalisches Gesamtbild, das mit emotionalen Gegensätzen und verschiedensten Atmosphären spielt.

Beim Album-Highlight “Close Your Eyes” kommt es schließlich zu einer Verschmelzung von Erinnerungen an die rockigen Momente von Radiohead und den Counting Crows. Vor allem das sehnsüchtige Organ von Sänger und Gitarrist Joshua Harmon besticht mit ganz besonderer Intensität. Immer wieder setzt der Sänger pointierte Nadelstiche und sorgt so für nicht enden wollende Gänsehautmomente vor den Boxen.

Gewachsen und gereift stellen sich die beiden Hauptsongwriter Joshua Harmon und Lead-Gitarrist und Gesangskollege Jonas Swanson ihren innersten Ängsten und lassen die daraus entstehenden Gefühle in ein Soundkonzept münden, das viele Facetten bereithält.

Über sich hinaus wachsen die Amis im imposanten “Words I Used”, einem Song, getragen von einer balladesken Pianomelodie. Auch hier ändert sich zur Mitte hin die Fahrtrichtung, und aus Tristesse verwandelt sich ein Gefühl der Euphorie.

Was eben noch wie eine Symbiose aus Art-Rock und Folk-Rock klang, erfreut nun Fans der Foo Fighters und Freunde von Travis. Irgendwie scheint nahezu alles möglich zu sein im Kosmos der Backseat Lovers, die sich – im Major-Olymp angekommen – zwar offener und lebendiger denn je präsentieren, dabei aber nie ihre Indie-Herkunft unter den Tisch kehren.

Ein nahezu perfekter musikalischer Herbsteintritt.

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