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SYML – The Day My Father Died

RubrikAlben
Künstler*inSYML · Lucius

Würde man den amerikanischen Singer/Songwriter SYML in den Soundtrack eines Lebens einordnen, dann würde sein wehmütiger Mix aus Dream-Pop und Folktronica für die langen, verregneten Autofahrten stehen, in denen man stundenlang aus dem Fenster Felder und Städte vorbeiziehen sieht und den eigenen Gedanken nachhängen kann.

Was irgendwo in Seattle mit einer Band namens Barcelona angefangen hat, ist mittlerweile ein Soloprojekt, mit dem der US-Amerikaner Brian Fennell, der unter dem Namen SYML Musik macht, Musik für die emotionalen Momente des Lebens veröffentlicht.

Das zeigt sich bereits im Titel seines neuen Albums „The Day My Father Died” und den dazugehörenden 15 Songs, in denen der Musiker eindrucksvoll beweist, dass er nicht nur lyrisch, sondern auch musikalisch einiges auf dem Kasten hat und es versteht, ein abwechslungsreiches Album zu gestalten, das dennoch von einem deutlichen roten Faden zusammengehalten wird.

Der bildet auf „The Day My Father Died”, wie bereits auf dem selbstbetitelten Vorgängeralbum „SYML“, die unverkennbare Kopfstimme von Brian Fennell, die er im Laufe des Longplayers immer mal wieder mit spannenden Feature-Gästen kontrastiert.

Da wäre gleich die erste Nummer „Howling“, in der er gemeinsam mit der Indie-Rock-Band Lucius sowie mächtigen Chören eine fast schon religiöse, wehmütige Stimmung erzeugt, die durch schleppende Drums zusätzlich verstärkt wird.

Auf „Lost Myself“ bildet die weise, gereifte Stimme von Guy Garvey den perfekten Gegenspieler zu SYMLs Falsett und beschreibt das Gefühl, sich selbst verloren zu haben und in einem Kopf voller Wolken keinen Durchblick behalten zu können.

Aber auch in den Solosongs wird das Album nicht langweilig: „The Day My Father Died“ ist sehr abwechslungsreich, was gleich der titelgebende Song bestätigt. Anders als viele andere auf der Platte, die eher schwermütig anmuten, versprüht der Titeltrack trotz seiner schwierigen Thematik Euphorie und Freude. Mit aufgeregten Bläsern blickt der Folk-Pop-Song in guter Erinnerung auf den eigenen Vater zurück und transportiert dennoch echte und tiefgehende Emotion.

Auf „Laughing At The Sun” wird der markante Gesang des Musikers eher untergründig und von Akustik-Gitarren und Hintergrundstimmen begleitet. Der Track geht groß auf und erzählt wie viele auf der Platte von der ganz besonderen Liebe – und den Schwierigkeiten diese zu erhalten.

All das zeigt: „The Day My Father Died” ist vielschichtig und emotional und bestätigt, dass die Entscheidung von Brian Fennell, auch auf Solopfaden zu wandern, goldrichtig war.

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