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Pet Shop Boys – Loneliness – Neue Single

Die Pet Shop Boys haben gestern neue Single „Loneliness“ veröffentlicht, ein erster Blick auf das für den 26. April angekündigte neue Album „Nonetheless“.

Überall, wo man gehäuft auf Boomer trifft – beispielsweise Weißes Haus, Reichstag, Number 10 oder im Kreml – gellt ein Aufschrei durch die Hallen: „Die Jungs von der Zoohandlung haben einen neuen Song veröffentlicht!“

„Wer?“ – „War’n Scherz: Die Pet Shop Boys!“ – „Ketchup Boys?“ – „Nein, Pet Shop Boys!“ – „Die gibt’s noch?“ – „Ja!“ – „Ich dachte, die wären gestorben.“ – „Nein.“ – „Und? Ist er gut?“ – „Isso wie immer.“ Gehhilfen werden umgeschubst, Prothesen eingesetzt und die Party in Altersheimen und Regierungssitzen geht so richtig los.

Die Pet Shop Boys waren schon nicht mehr taufrisch, als mit „West End Girls“ 1985 der Durchbruch kam. Neil Tennant ist Jahrgang 1954 und Chris Lowe wurde 1959 geboren. Dann kam der Erfolg und zog sich dann Jahre hin. Angefangen haben sie mit Haaren auf dem Kopf – die Achtziger-Jahre-Sorge, wer den Fön im Tourbus verschlampt hat, sind sie jedoch mittlerweile los.

Am Sound hat sich derweil nie richtig viel verändert, es blieb immer leicht verdaulicher Synthiepop; auch neue Technologien wurden nur eingesetzt, um das alte Gestampfe schneller und bequemer umzusetzen – da ist ja noch der Termin beim Rheumatologen.

So hieß es auch im Interview hier im MusikBlog: „Bis tief in die 90er war elektronische Musik extrem kompliziert herzustellen. Selbst der legendäre Synthesizer DX7 war nicht annähernd so einfach zu bedienen wie heutige Software, mit denen jeder zuhause Techno machen kann.“

Für alle, die wollen, dass sich nicht so dolle viel verändert in der Welt und dass es doch noch ein paar Dinge geben muss, auf die man sich verlassen kann (außer, dass Thomas Gottschalk Frauen angrabscht): Für euch ist die neue Single „Loneliness“ wie gemacht. Glückwunsch!

War noch was? Ach, die Lyrics und das Video. Im Liedtext ist der maximale Tiefgang die Zeile: „Jeder braucht Zeit, um nachzudenken – keiner kann ohne Liebe leben“ und im Video beginnt der beste Teil in der letzten Minute, wenn das Gestampfe aufhört und der Song sich langsam – nicht früh genug – ausblendet.

Raider war übrigens auch nicht besser als Twix.

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