Billie Marten hat gestern ihre neue Single „Clover“ inklusive Visualizer veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Dog Eared“, das am 18. Juli 2025 via Fiction Records erscheint.

Die neue Single zeigt Billie Marten von ihrer verspielt-nachdenklichen Seite und besteht nach eigenen Angaben „aus Widersprüchen und Oxymoronen“.

Damit bewegt sich Marten geschickt aus der Folk-Schublade heraus und betritt das Terrain von Größen wie Feist oder Lucy Dacus – ein durchaus gelungener Schachzug für eine Künstlerin, die schon als Teenager ins Musikgeschäft eingestiegen ist.

„Ein Lied darüber, sich klein zu fühlen, aber groß erscheinen zu müssen“ – so erklärt Billie Marten den Track, der sich als „Anmerkung zu Macht und Ungleichheit“ versteht. Dass sie mit verfrühten Sorgen kämpft, überrascht kaum – schließlich begann sie bereits als Jugendliche ein Leben als Erwachsene. „Ich habe das menschliche Leiden, Dinge zu erfinden, bevor sie passieren. Ich bin eine Vielzahl von Ängsten“, gesteht sie mit erfrischender Offenheit.

Für die Aufnahmen ihres fünften Studioalbums „Dog Eared“ machte sich die in Yorkshire geborene und in London lebende Musikerin im Sommer 2024 auf nach New York. Im Sugar Mountain Studio arbeitete sie mit Produzent Phil Weinrobe zusammen, der bereits für Adrianne Lenker und Buck Meek von Big Thief tätig war.

Das Staraufgebot der beteiligten Musiker*innen liest sich wie das Who’s Who der Indie-Szene: von der katalanischen Singer-Songwriterin Núria Graham über Bassist Josh Crumbly bis hin zu Folk-Legende Sam Amidon – kein schlechter Stammbaum für Billie Martens neuestes Werk.

Seit ihrem vierten Album „Drop Cherries“ von 2023 hat die Künstlerin hauptsächlich auf Tour ihr Handwerk verfeinert und dabei erste Song-Ideen entwickelt, die sie als Demos und Sprachnotizen über den Atlantik zu Weinrobe schickte. Das Ergebnis strotzt vor Selbstvertrauen und zeigt eine Musikerin, die den Wandel umarmt, ohne ihren Kern zu verraten.

Mit „Dog Eared“ positioniert sich Billie Marten selbstbewusst an der Spitze der zeitgenössischen britischen Songwriter*innen-Szene. „Clover“ fungiert dabei als perfekter Türöffner für diese neue kreative Phase – klein fühlen, groß erscheinen, das kennen wir alle.

Passend zum verträumten Song wurde unter der Regie von Callum Devlin ein Visualizer in stimmungsvoller grün-blauer Unterwasserästhetik veröffentlicht.

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