Avery Tucker von ehemals Girlpool hat gestern seine neue Single „Like I’m Young“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von seinem Debütalbum „Paw“, das am 10. Oktober via Sunkiss Records erscheint.

Nach dem Ende des Indie-Rock-Duos Girlpool wagt Avery Tucker den Sprung ins Solo-Abenteuer. Die zweite Vorab-Single „Like I’m Young“ offenbart eine neue Verletzlichkeit in seinem Songwriting.

„Das ist wahrscheinlich einer der emotional rohesten Songs, die ich je geschrieben habe“, gesteht der Künstler selbst. „Es gibt Zeilen in dem Song, bei denen ich mir beim Schreiben dachte: ‚Das behalte ich nicht drin.‘“ Doch genau diese Grenzüberschreitung macht den Reiz aus – Avery Tucker beschreibt den Song als Gang entlang einer inneren Klippe, bei dem er die Höhe spürt.

Für sein kommendes Debütalbum „Paw“ hat sich der Musiker durchaus namhafte Unterstützung geholt: Alaska Reid fungierte als Co-Produzentin, während Muna’s Katie Gavin, A. G. Cook und Aaron Maine von Porches ihre kreativen Fingerabdrücke hinterlassen haben.

Die 11 Tracks entstanden zwischen Livingston, Montana, und Encino, Kalifornien, wobei jeder Ort seine eigene Atmosphäre in die Aufnahmen einbrachte. Diese Kollaborationen versprechen eine facettenreiche Klangpalette, die weit über das hinausgeht, was Girlpool-Fans gewohnt waren.

Nach der Auflösung von Girlpool 2022, wenige Monate nach dem finalen Album „Forgiveness“ (2022) – das MusikBlog im Review als ein Album mit „sterbens-schönen Songs, die zwischen Bedroom-Folk und elektrifiziertem Dream-Pop in der Mitternachtssonne schmelzen“ beschreibt – gehen beide Ex-Bandmitglieder*innen nun eigene Wege. Während Harmony Tividad bereits 2023 mit „Gossip“ ihr Solo-Debüt vorlegte, zieht Avery Tucker nun nach.

Das von Nick Vernet inszenierte Musikvideo zu „Like I’m Young“ besticht durch minimalistische Intimität: In einem spärlich möblierten Raum, nur mit Gitarrenverstärker, Musikequipment und seinem treuen Vierbeiner im Hundebett, performt Avery Tucker die melancholische Ballade.

Die wahre Magie entfaltet sich jedoch im letzten Viertel, wenn die aufgestaute Emotion in einem befreienden Gitarrensolo explodiert – rohe Katharsis in Reinform.

Schreibe einen Kommentar

Das könnte dir auch gefallen

Album

ZAHN – Purpur

Album

Altin Gün – Garip

Album

Apparat – A Hum Of Maybe

Login

Erlaube Benachrichtigungen OK Nein, danke