IDLES haben gestern ihre neue Single „Rabbit Run“ veröffentlicht. Der Song wurde für Darren Aronofsky’s neuen Film „Caught Stealing“ aufgenommen. Der Soundtrack zum Film, der über „Rabbit Run“ hinaus noch weitere Songs von IDLES enthält, erscheint am 29. August digital und am 19. Dezember physisch auf Partisan Records.

Die vier neuen Tracks für den Soundtrack entstanden in einer außergewöhnlichen künstlerischen Symbiose zwischen Regisseur und Band. Darren Aronofsky wollte die rohe Energie der New Yorker Punk-Szene der 90er Jahre einfangen – und wer könnte diese Aufgabe authentischer erfüllen als die Bristoler Post-Punk-Virtuosen von IDLES?

„Rabbit Run“ offenbart bereits in den ersten Takten, wie geschickt IDLES die Balance zwischen filmischer Dramatik und ihrer unverwechselbaren Klangsprache meistern. Der Track funktioniert als eigenständiges Kunstwerk und gleichzeitig als narratives Element in Aronofskys Krimi-Spektakel um Austin Butler, Zoë Kravitz und Bad Bunny.

Die Geschichte des Films folgt Hank Thompson, einem ehemaligen Baseball-Star, der durch einen einfachen Katzensitting-Job in die Wirren des organisierten Verbrechens gerät – eine absurd-poetische Wendung, die wunderbar zu IDLES‘ Hang für subversive Geschichten passt.

Aronofsky beschreibt seine Vision enthusiastisch: „Ich baute ‚Caught Stealing‘ als Achterbahn des Spaßes und wollte den Film mit einer direkten Punk-Sensibilität aufladen.“ Während Rob Simonsen die instrumentale Filmmusik komponierte, steuerten IDLES ihre vier eigenständige Songs bei – zwei parallele künstlerische Welten, die gemeinsam den Soundtrack bilden.

Die experimentelle Herangehensweise der Band spiegelt die kreative Wandlungsfähigkeit wider, die IDLES bereits auf ihrem 2024er Album „Tangk“ demonstrierten. Dort beugte sich laut MusikBlog-Review „nahezu jedes zweite Stück über Soul, Hip-Hop oder gar Art-Pop in eine musikalisch neue Welt, in der Joe Talbot mit klaren Worten die Liebe als Gegenentwurf zum Hass ausformuliert“.

Diese emotionale Tiefe und stilistische Flexibilität macht die Band geradezu perfekt für filmische Experimente. Frontmann Joe Talbot beschreibt das Projekt als „lucid dream“ und betont die demütige Freude über diese Zusammenarbeit mit einem seiner Lieblingsregisseur*innen.

Die Verschmelzung von Punk-Attitüde und Filmmusik-Dramaturgie könnte wegweisend werden – eine Grenzüberschreitung, die sowohl Kino als auch Musik neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet.

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