Margo Price hat vorgestern gemeinsam mit Jesse Welles ihre neue Single „Don’t Wake Me Up“ samt Musikvideo veröffentlicht. Der Song ist ein Vorgeschmack auf ihr kommendes Album „Hard Headed Woman“, das am 29. August bei Loma Vista erscheint.
Als Bob Dylan 1965 in einer Londoner Gasse beim Savoy Hotel vor laufender Kamera seine berühmten Stichwortkarten durchblätterte, während „Subterranean Homesick Blues“ aus dem Off lief, ahnte wohl niemand, dass dieser Moment Popgeschichte schreiben würde.
50 Jahre später hat genau diese Geste Generationen von Künstler*innen inspiriert. Von Wir sind Helden über Macy Gray bis hin zu Sonic-Youth-Ikone Kim Gordon. Jetzt reiht sich auch Margo Price in diese Tradition ein, mit dem Clip zu ihrer neuen Single „Don’t Wake Me Up“.
Der Song ist eine Zusammenarbeit mit Jesse Welles, einem jungen Songwriter, der seit 2024 mit seinen sozialkritischen Folk-Protestsongs in den sozialen Medien Wellen schlägt.
Seine Texte nehmen die US-Gesundheitsbranche ins Visier, prangern Pharmakonzerne an und thematisieren mit Tracks wie „War Isn’t Murder“ auch den Israelisch-Palästinensischen Krieg. Price, erklärter Fan von Welles’ Musik, zeigt sich dankbar für die kreative Allianz: Welles steuerte sowohl musikalisch als auch textlich zur Single bei.
„Don’t Wake Me Up“ folgt auf die kämpferische Lead-Single „Don’t Let The Bastards Get You Down“, die Price gemeinsam mit Rodney Crowell schrieb. Der Track ist eine Hymne für Underdogs, beeinflusst von Größen wie Kris Kristofferson und Sinéad O’Connor sowie der düsteren Dystopie „The Handmaid’s Tale“.
Beide Songs führen in das kommende Album „Hard Headed Woman“ ein – ein Werk, das Price’ Rückkehr zu ihren Country-Wurzeln markiert und dabei trotzdem konsequent mit Konventionen bricht.
Das Album knüpft an ihr 2023 erschienenes Werk „Strays“ an, auf dem sie laut MusikBlog-Review den klassischen Nashville-Sound hinter sich ließ und stattdessen ein ehrliches, vielschichtiges Songwriting präsentierte, das sich souverän aus Rock, Pop und Blues speist.
Inspiriert vom poetischen Werk Frank Stanfords und aus Notizen entstanden, die ihr Ehemann Jeremy Ivey entdeckte, offenbart „Don’t Wake Me Up“ Price’ emotionale Tiefe.
„Hard Headed Woman“ erscheint als künstlerisches Manifest: kompromisslos, politisch, persönlich. Margo Price definiert mit diesem Album nicht nur sich selbst neu, sondern auch das, was es heute heißt, eine moderne Outlaw-Künstlerin zu sein.
Das dazugehörige Video – unter der Regie von Hannah Gray Hall – schickt die ikonischen Dylan-Karten auf eine visuelle Reise: Vom Bowlingbahnparkplatz über eine Honky-Tonk-Bar bis hin zum Waffle House. Ein echter Roadtrip durch das Herz Amerikas.
