The Hidden Cameras haben heute ihre neue Single „Quantify“ veröffentlicht. Der Track ist ein Vorbote des kommenden Albums „Bronto“, das am 12. September 2025 via Motor/Edel erscheinen wird.
Nach einer längeren Pause ist das kanadische Kunstpop-Kollektiv The Hidden Cameras wieder da und präsentiert sich so elektronisch wie nie zuvor. Mit dem neuen Studioalbum „Bronto“, dem mittlerweile siebten Werk der Band um Mastermind Joel Gibb, schlagen die Indie-Veteranen eine überraschend clubtaugliche Richtung ein. Die aktuelle Single „Quantify“ gibt einen ersten Vorgeschmack auf den neuen Sound.
Bekannt geworden mit ihrer Mischung aus Indiepop, Folk und selbsternanntem „gay church folk“, vollziehen The Hidden Cameras auf „Bronto“ einen klaren Bruch mit früheren Akustik-Arrangements. Statt verspielter Gitarren stehen nun tiefe Bässe, glitzernde Synthesizer und clubtaugliche Beats im Vordergrund. „Quantify“, ein emotional aufgeladener House-Track mit hypnotischem Groove, entstand laut Gibb inspiriert von Berliner Dancefloors. Produziert wurde er gemeinsam mit Nicolas Sierig (Joasihno) in München.
Der Albumtitel „Bronto“ leitet sich vom griechischen Wort für „Donner“ ab und ist Programm. Gibb beschreibt das Werk als Hommage an queere Communitys, das Nachtleben und die Suche nach Identität. Musikalisch bewegt sich das Album zwischen dubgetränkten Tracks wie „I Want You“, cineastisch-epischen Momenten („Wie Wild“) und euphorischem Glitterpop à la Eurovision („You Can Call“).
Bereits vorab erschienen zwei 12-Inches-Platten, die den Stilwechsel einleiteten. „How Do You Love“ präsentierte sich mit Remixen unter anderem von den Pet Shop Boys. „Undertow“ wurde von Szenegrößen wie Vince Clarke und Local Suicide veredelt.
Trotz aller klanglichen Neuerfindung bleibt Joel Gibb seiner lyrischen Handschrift treu. Mit Ironie, Poesie und tiefen Bezügen zur queeren Kultur erschafft er Songs wie „Brontosaurus Law“, die Herzschmerz, Selbstermächtigung und absurden Humor kunstvoll miteinander verweben. Besonders bemerkenswert ist der letzte Track des Albums: „Don’t Tell Me That You Love Me“ kombiniert alte Aufnahmen aus dem Jahr 2007 mit einem neuen Arrangement und schließt so den Kreis zwischen Vergangenheit und Gegenwart der Band.
The Hidden Cameras gelingt ein mitreißender Neuanfang. Das Album verbindet introspektive Tiefe mit der Energie des Dancefloors und zementiert Joel Gibb einmal mehr als eine der prägendsten Figuren queerer Popmusik.
