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„MAMMON“ von Money & The Man ist ein Album, das klingt wie ein Ritt auf einem schlafenden Vulkan; stets von der Gefahr begleitet, dass alles jederzeit in Flammen aufgeht. Als würde man barfuß über warmen Vulkansand laufen, der noch trügerisch weich wirkt, aber unter dem die Lava längst brodelt.

Dieses Gefühl von ständiger Spannung zieht sich durch die gesamte Platte und macht sie zu einem Erlebnis, das zwischen Faszination und Beklemmung schwankt.

Stilistisch gibt es Parallelen zu Queens Of The Stone Age: die schweren, pumpenden Basslinien, die drückenden Gitarrenriffs, das unerschütterliche Schlagzeug. Doch während QOTSA oft eine fast poppige Zugänglichkeit haben, schlagen Money & The Man einen düstereren Weg ein. Die niederländische Band treibt ihre Hörer*innen tiefer in einen brodelnden Untergrund, wo die Musik weniger komfortabel, dafür unmittelbarer wirkt.

Die Musiker wagen es, Grenzen zu überschreiten und zeigt keine Scheu vor Experimenten. Die Songs verweigern einfache Lösungen und lassen Spannungen länger stehen.

Dieses Spiel mit Erwartung und Überraschung erzeugt eine Sogwirkung, die sich nicht sofort erschließt, aber umso nachhaltiger wirkt. Es ist Musik, die fordert; nicht, weil sie unverständlich wäre, sondern weil sie das Ungezähmte, das Wilde und das Unberechenbare betont.

Gleichzeitig bleibt „MAMMON“ erstaunlich rhythmisch. Auch in den dunkelsten Momenten spürt man eine zwingende Kraft, die die Songs trägt. Diese Balance zwischen Druck und Fluss macht das Album so spannend. Man wird hineingezogen in eine fiebrige Welt, die niemals völlig zur Ruhe kommt, aber gerade durch ihre Unruhe Schönheit entfaltet.

Alles in allem ist „MAMMON“ ein Werk, das sich weigert, gefällig zu sein, und genau darin seine Stärke findet. Es ist Rockmusik, die nicht nur nach außen dröhnt. Ein Sound, der brodelt und glüht, ein beständiges Versprechen von Ausbruch und Erneuerung.

Wer den Mut hat, diesen Weg mitzugehen, findet hier ein musikalisches Vulkanszenario, das man nicht so schnell vergisst.

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