Peter Gabriel hat gestern seine neue Single „Been Undone“ veröffentlicht. Der Song stammt von seinem neuen Album „o/i“, was Ende 2026 erscheinen soll.

Peter Gabriel macht dort weiter, wo er aufgehört hat – und das ist bei ihm durchaus wörtlich zu nehmen. Die erste Single vom neuen Album erschien pünktlich zum ersten Vollmond des Jahres, und auch diesmal gibt es zu jedem Song zwei Versionen: einen „Dark-Side Mix“ zum Vollmond und einen „Bright-Side Mix“ zum Neumond. Bis Ende 2026 wird so Monat für Monat ein neuer Track das Licht der Welt erblicken.

Nach dem gleichen Prinzip wie bei seinem letzten Album „i/o“ von 2023, zu dem MusikBlog im Review schrieb: „Gabriel besinnt sich auf seine Stärken, große Atmosphäre, große Melodien“, präsentiert der britische Musiker nun „o/i“. Das Konzept der Mondphasen-Veröffentlichungen scheint ihm zu liegen – warum also nicht wiederholen?

„Been Undone“, produziert von Tchad Blake in den Real World Studios in Bath und The Beehive in London, kommt mit Kunstwerk: Die brasilianische Künstlerin Janaina Mello Landini steuert ihr Werk „Ciclotrama 156 (Palindrome)“ bei.

Peter Gabriel zeigt sich begeistert von ihren geflochtenen Seilstrukturen, die an Fraktale, Baumstämme oder Gehirnwindungen erinnern, passend zu seinen konzeptuellen Überlegungen. „Ich freue mich, dass Janaina bereit ist teilzunehmen und Teil des Prozesses zu sein“, erklärt er.

Inhaltlich bewegt sich Peter Gabriel zwischen Zukunftsvisionen und Gegenwartskritik. Er spricht von drei technologischen Wellen, die uns bevorstehen: Künstliche Intelligenz, Quantencomputer und Brain-Computer-Interfaces.

Die Rolle von Künstler*innen sehe er darin, „in den Nebel zu schauen und, wenn sie etwas erblicken, einen Spiegel hochzuhalten“. Gabriel verpackt seine Gedanken in atmosphärische Klanglandschaften und eingängige Melodien.

Seine Philosophie für das neue Album fasst er so zusammen: „Das Innere hat einen neuen Weg nach außen gefunden, und das Äußere hat einen neuen Weg nach innen.“

Menschen seien keine unabhängigen Wesen, sondern Teil der Natur. Seine Lösung? „Eine Verbindung spüren, den Hintern schütteln und etwas Liebe geben und empfangen kann uns helfen, unseren Platz zu finden – und ein breites Lächeln auf unsere Gesichter zaubern.“

Mit „Been Undone“ hat Peter Gabriel den Auftakt gesetzt – ein atmosphärischer Opener, der neugierig macht auf die kommenden 11 Monate. Wer Lust hat, kann sich schon mal die Vollmond-Termine im Kalender markieren.

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