Fatoni hat heute seine neue Single „Geld Ist Geil“ veröffentlicht. Der Song stammt von seinem neuem Album „Drama Endet Nie“, das am 3. Juli via LOL Records erscheint.
Damit ist klar, wo Fatoni gerade steht: mittendrin, auf allen Ebenen gleichzeitig. Special Editions des neuen Albums bereits ausverkauft, Netflix-Charts, Tour – und jetzt auch noch eine neue Single im Gepäck. Wer braucht schon Urlaub?
Mit „Geld Ist Geil“, der dritten Auskopplung aus „Drama Endet Nie“, legt Fatoni nach und nimmt sich ein dankbares Ziel vor: die Milliardär*innen dieses Landes.
Der Münchner Rapper – mittlerweile so etwas wie das soziale Gewissen des deutschsprachigen Hip-Hops – rechnet auf messerscharfe, ironische Art mit der immer größer werdenden Schere zwischen Arm und obszön Reich ab.
„Ohh, Geld ist geil und Geld ist schön / Doch wenn du zu viel davon hast, ist das obszön“, heißt es da, gefolgt vom unmissverständlichen: „Also give me your fucking money.“ Robin Hood hätte das vermutlich auch so gesagt, nur ohne Beat von Torky Tork, Dexter und Greedo.
Die Ironie ist dabei kein Zufall. Schon auf seinem letzten Album „Wunderbare Welt“ (2023) richtete Fatoni den Blick nach innen – ein Album, auf dem er laut MusikBlog-Review „sein eigenes Dasein als Ü30-Deutschrapper selbstironisch reflektiert und auch sonst viele Fragen nach dem Warum stellt.“
Jetzt weitet er diesen Blick aus – auf eine Gesellschaft, die Bettelnden aus Prinzip nichts gibt. „Ihr sagt, ihr gebt Bettlern aus Prinzip nichts, was habt ihr bitte für Prinzipien?“, fragt er, und die Antwort bleibt bewusst offen.
Das Album selbst entstand an verschiedenen Orten Europas – Stuttgart, Berlin, Amsterdam, Köln, irgendwo in Frankreich – und kostete Fatoni nach eigener Aussage auch Nerven. „Es gab eine Phase, in der ich dachte: Okay, vielleicht wird das einfach nichts mehr.“
Der Gedanke, auf einen vernünftigen Brotberuf umzusatteln, kam kurz auf – und verschwand genauso schnell wieder, da Fatoni schlicht keinen gelernt hat. Glück für uns alle.
Herausgekommen sind 15 Lieder über Trennungen, Neuanfänge, Hollywood, Künstliche Intelligenz und Raubüberfälle – kurzum: der Versuch, im alltäglichen Wahnsinn nicht zu verzweifeln.
„Geld Ist Geil“ ist dafür ein starker Vorgeschmack: witzig, wütend, und mit der richtigen Portion Frechheit, um auch denen ins Gesicht zu lachen, die das System am lautesten verteidigen.
