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Metric – Romanticize The Dive

Als eine feste Größe in der Alternative-Landschaft sind Metric-Alben in der Heimat Gold- und Platin-veredelte Bestseller, außerhalb Kanadas lässt sich ihre Popularität kaum aus den Chartplatzierungen ableiten.

Dabei hat sich das Quartett über die Jahre live und auf Konserve weltweit mit einem Genre-Rundumschlag eine stabile Fansbase erspielt, woran auch „Romanticize The Dive“ nichts ändern wird; wird die zehnte Ausgabe die Bestandskundschaft begeistern und hat das Potential, neue Interessent*innen  zu gewinnen – „better late than never“ heißt es schließlich schon im Opener.

Mit der Vorab-Single „Victim Of Luck“ schließt sich dann auch direkt die Metric-Klangkapsel und nimmt mit durch 11 Kapitel aus Pop, Rock und Elektro, in denen auf Leben und Karriere – was für die bodenständigen Musiker*innen mehrheitlich Stolz auf das Erreichte bedeutet – zurückgeblickt und Sein, Werden und Vergänglichkeit thematisch eingeschlossen sind.

Damit dies gelingt, versammelte sich im New Yorker Studio die Mannschaft, die ihre Referenzplatte „Fantasies“ aus der Taufe hob, wurde mit Produzent Gavin Brown ein so elegantes wie kompaktes Werk arrangiert, in dem das Metric-Stil-Konglomerat wie aus einem Guss klingt, flächige Synthies den „Moral Compass“ einnorden und nicht nur „Loyal“ Wichtiges von Unwichtigen trennt.

Die Frische der Ausgabe speist sich aus schwelgerischen Melodien, in denen Emily Haines juvenil und mit unverwechselbarer Stimmfarbe den warmen Gegenpol zur New Wave-Coolness bildet, den einige Songs wieder mit an Bord haben.

„Wild Rut“ lebt den Bombast, dürfen die Saiten in „Time Is A Bomb“ ruppig eine Furche in den Sound schneiden. Die Beats von „Crush“ fallen wie ein Frühlingsregen aus dem Chor, „Tremolo“ zwingt auf den Dancefloor, grüßt „As If You`re Here“ im 80er-Style, wie auch „Antigravity“ die Aura dieser Epoche umweht.

Per „Clouds To Break“ schweben Metric tiefenentspannt Richtung Zukunft, ist der Schlussakkord „Leave You On A High“ ein Versprechen an die Anhängerschaft einer Band, die ihre letzte Note noch längst nicht gespielt haben dürfte.

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