Metric haben vorgestern ihre neue Single „Crush Forever“ veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Romanticize The Dive“, das am 24. April auf ihrem eigenen Label Metric Music erscheint.
Schon die ersten beiden Singles hatten Lust auf mehr gemacht – und jetzt legen Metric nach: Mit „Crush Forever“ ist die dritte Auskopplung aus dem kommenden Album „Romanticize The Dive“ draußen, und sie ist vielleicht die bisher persönlichste.
Frontfrau Emily Haines bezeichnet den Track als ihren „Liebesbrief an die starken Mädchen dieser Welt“. Den Text schrieb sie im Stil eines Bewusstseinsstroms, als eine Art Stabübergabe an alle, die gerade mittendrin sind: „Hab keine Angst vor Schmerz, du kommst wieder auf die Beine, viel stärker, süßer als zuvor, das sind wir, geh und erobere, hol dir, was dir zusteht.“ Schöner kann man es kaum auf den Punkt bringen.
„Crush Forever“ folgt auf „Time Is A Bomb“, eine adrenalingetränkte Ode ans Hier und Jetzt, sowie „Victim Of Luck“, das die Band klanglich zurück zu ihren Wurzeln führt: Zu Spannung, Verletzlichkeit und dem Hunger, der frühe Karrieren antreibt.
Passend dazu kehrten Metric für ihr neues Studioalbum an den Ort zurück, an dem alles begann: New York City, mitten in der Indie-Rock-Explosion der frühen 2000er.
Die Aufnahmen entstanden wieder im legendären Electric Lady Studio, wo die Band mit Produzent Gavin Brown zusammen arbeitete – demselben, der schon „Fantasies“ (2009) und „Synthetica“ (2012) geprägt hat.
Reine Nostalgie ist das nicht. Metric übersetzen dieses Gefühl von Aufbruch und Möglichkeit konsequent in den kulturellen Kontext von 2026. Wer ihr letztes Album „Formentera II“ von 2023 noch im Ohr hat – da ging es laut MusikBlog-Review „direkt auf die Tanzfläche – und das zu wirklich schönen Beats“ – darf gespannt sein, wohin die Reise diesmal führt.
Emily Haines, Jimmy Shaw, Joshua Winstead und Joules Scott Key arbeiten seit über zwei Jahrzehnten zusammen, haben fünf JUNO Awards gewonnen, große Labelangebote abgelehnt und ihr eigenes Ding durchgezogen. Pitchfork nennt sie schlicht eine „Ikone des kanadischen Indie-Rock“ – und dem ist kaum zu widersprechen.
Zu der neuen Single gibt es einen Visualizer, der die Lyrics in leuchtendem Lila und Blau zeigt – Neon-Ästhetik der 80er, die fast so eingängig ist wie der Song selbst.
