Der kanadische Produzent, DJ und Labelbetreiber Tiga bündelt auf seinem vierten Studioalbum „Hotlife“ jede Menge positive Energie und formt daraus ein pumpendes Soundfeuerwerk aus Techno und Pop.
Lange Zeit war nicht klar, ob er überhaupt nochmal ein Album würde aufnehmen können. Der Grund: ein neurologisches Leiden, das den Kanadier in nahezu allen Lebensbelangen in die Knie zwang. Mittlerweile geht es ihm aber wieder besser und mit „Hotlife“ möchte er das auch musikalisch zum Ausdruck bringen.
Der Titeltrack markiert den perfekten Einstieg in ein Album voller Farben und Feuer. Während ein Midtempo-Beat den Rhythmus vorgibt, pendeln die spartanisch eingestreuten Vocals dekadentechnisch zwischen den Siebzigern und Achtzigern hin und her.
Drei Minuten später übernehmen blubbernde Synthies das Kommando und wecken Erinnerungen an die Elektro-Phase von Kylie Minogue. Spätestens jetzt ist der Dancefloor rappelvoll („High Rollers“).
„I am what i am and i like what i like!“, heißt es im Anschluss. Vor dem geistigen Auge verschwindet das DJ-Pult hinter einer sich aufbauenden Wand aus Trockeneisnebel. Die Strobos zucken und die Leiber zappeln.
Tiga will die Massen in Bewegung setzen und zum Tanzen animieren („IAMWHATIAM“, „I Am Your Detroit Sunrise“, „Ecstasy Surrounds Me“). Wer auf beatlastige Elektro-Kost mit poppigen Einwürfen steht, der folgt ihm bedingungslos.
Gemeinsam mit Gästen wie Boys Noize, Matthew Dear, Fcukers, MRD, Gesloten Cirkel, Paranoid London und Maara feiert Tiga das Genre und seine Rückkehr ins Leben.
Mit seiner markanten Club-Techno Attitüde und seinem sensiblen Gespür für Pop („Sexless Pornographic Losers“, „High Rollers“) skizziert Tiga ein pumpendes Soundbild, das nirgendwo besser funktioniert als im schweißgetränkten Underground-Club – dort, wo die tanzwütigen Weirdoz alles loslassen und abschütteln können und die Nacht zum Tage machen.
Hereinspaziert und ab auf die Tanzfläche! Enjoy your „Hotlife“!
