MINOH aus Aachen haben vor Kurzem ihre neue Single „Planets Collide“ veröffentlicht. Es ist ihre zweite in diesem Jahr und folgte unmittelbar auf „Waves (origin)“ im Januar.
MINOH ist das Gefühl, wenn du tanzen willst – aber gleichzeitig etwas umtreten musst. Das deutsch-koreanische Duo macht seit 2020 Disco-Punk, der nach Werkstatt riecht: verzerrte Baritongitarre, fuzziger Bass, elektronische Beats. Songs über innere Unruhe, Druck und Wiederaufstehen – laut, direkt, ohne Umweg.
Im letzten Jahr haben MINOH ihr Debütalbum „Where It Bleeds“ veröffentlicht und waren damit im Januar und Februar diesen Jahres auf Tour in Deutschland. Das Album Im Herbst 2026 folgt bereits die nächste Tour – eine vom Goethe-Institut geförderte Tournee durch Seoul und Tokyo.
Für „Planets Collide“ – eine Coverversion der Doom-Metal-Band Crowbar – haben sich MINOH Schlagzeuger Helge als Verstärkung geholt. MINOHs Version übersetzt das Sludge-Stück von 1998 ins Idiom des Cold Wave.
Der Text blieb unverändert, das Gewicht verschwand. Was bei Crowbar noch als Trauerballade aus dem Verstärker tropfte, blinkt hier in kühler Neonbeleuchtung — tanzbar, aber unterkühlt. Das Schlagzeug bleibt zuverlässig unsichtbar, dafür im Bauchraum spürbar.
In „Planets Collide“ bricht ein cleverer Culture-Clash zwischen deutsch-koreanischer Ästhetik und nostalgischer Post-Punk-Melancholie los. Ein packender, generationenübergreifender Spagat zwischen Weltuntergang und Dancefloor.
https://instagram.com/minohband/
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