KennyHoopla hat vorgestern zusammen mit Albert Hammond Jr. (The Strokes) die neue Single „NEW AMERICA//“ veröffentlicht.
Seit dem Juneteenth-Wochenende ist KennyHooplas neue Single draußen – mit prominenter Verstärkung an der Gitarre.
Niemand Geringerer als Albert Hammond Jr. von The Strokes spielt mit, und damit bekommt der Song nicht nur thematisches, sondern auch klangliches Gewicht.
Gehört hatten Fans den Track schon einmal, und zwar live bei einem Konzert in Chicago – das ist mittlerweile drei Jahre her.
Inhaltlich geht es bei „NEW AMERICA//“ nicht um Partylaune, sondern um vererbtes Trauma, soziale Ungleichheit und die Frage, wie viel von dem, was in den USA als Fortschritt verkauft wird, tatsächlich neu ist.
KennyHoopla selbst bringt es mit einem schönen Bild auf den Punkt: Man mache zwar das Bett, aber das Chaos darunter werde einfach versteckt. Frisch lackiert, aber im Kern dieselben alten Ziegelsteine – nur eben in anderer Farbe gestrichen.
Vor allem bleibt die Zeile „We’re falling up, it’s the story of my generation“ hängen. Ein Satz, der nach Widerspruch klingt, aber genau das beschreibt, was Kenny als erschöpfenden Kreislauf bezeichnet: Fortschritt, der scheinbar nach oben fällt, sich aber eigentlich nur im Kreis dreht – und dabei immer wieder Menschen kostet, die für diesen kleinen Schritt nach vorn bezahlen mussten.
Musikalisch trägt das Gitarrenspiel von Albert Hammond Jr. den Song spürbar mit, was angesichts seiner langjährigen Rolle bei The Strokes kaum überrascht – schließlich bringt er genau jenen kantigen, treibenden Sound mit, für den er seit Jahren bekannt ist.
Auf der anderen Seite des Mikrofons steht mit KennyHoopla aber jemand, der sich ohnehin nie lange in einer Schublade aufhält. Vom Pop-Punk mit Travis Barker (Blink-182) über Shoegaze-Ausflüge bis zu einer Zusammenarbeit mit Bloc Party hat er schon einiges durchprobiert, und genau diese Wandelbarkeit macht ihn zum idealen Gegenpart für Hammond Jr.s Gitarre.
„NEW AMERICA//“ reiht sich mit seinem tanzbaren, fast hymnischen Post-Punk-Sound nahtlos in diese musikalische Wandelbarkeit ein.
Auch Hammond Jr. selbst zeigt sich begeistert von der Kollaboration: Die Arbeit mit Kenny sei etwas Besonderes gewesen, er sei einfach einzigartig, lässt der Gitarrist wissen. Eine Einschätzung, der man nach dem Anhören von „NEW AMERICA//“ nur schwer widersprechen kann.
