Mwita Mataro hat heute seine neue Single „Magdalena“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von seinem Debütalbum „Austrodrama“, das am 25. September via LasVegas Records erscheint.
Manche Songs schleichen sich ins Ohr, dieser hier tänzelt einfach rein. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass er sich geradezu anbietet, in alle vier Himmelsrichtungen gerufen zu werden – vier Vokale, endlose Möglichkeiten.
Mwita Mataro macht genau das: Er zieht sie in die Länge, lässt sie hallen, gibt ihnen Gewicht. Denn darum geht es in „Magdalena“: um einen Crush, um Sehnsucht und um die bitterste aller Arbeitsplatz-Weisheiten: „Don’t fuck the company.“
Magdalena, so will es die Geschichte, ist Kollegin im legendären Kaffee Alt Wien. Kein günstiger Ort für Herzensangelegenheiten. Also kündigt der unglücklich Verliebte kurzerhand, wechselt das Café und ändert damit leider gar nichts.
Die Sehnsucht bleibt, der Refrain bohrt sich ins Gehirn, und spätestens bei Live-Konzerten wird aus dem Publikum ein Chor, der stellvertretend für alle Hoffnungslosen mitsingt. Wien soll ihren Namen hören. Ob sie ihn je erhört, lässt Mwita Mataro bewusst offen.
Nach Singles, die sich mit Herkunft, politischem Diskurs und mentaler Gesundheit auseinandergesetzt haben, landet „Magdalena“ nun beim ältesten Thema der Welt. Und weil Liebe auf Hochglanz schnell unecht wirkt, kommt sie hier im Dialekt daher – irgendwo zwischen Salzburg und Wien, was geografisch ungenau, aber emotional vollkommen richtig ist.
Schließlich geht es um Österreich als Ganzes, um seine schönen und „schirchen“ Seiten. Dieses Spannungsfeld zieht sich auch durch Mwita Mataros kommendes Debütalbum „Austrodrama“.
Zum Song gibt es auch ein Musikvideo, das der ganzen Sache die passende Optik verleiht: Regisseurin Susanne Hassler-Smith schickt den Künstler durch die Altstadtgassen Wiens – tänzelnd, liebeskrank, malerisch zerstreut.
Ein Spaziergang durch eine Stadt, die für romantisches Scheitern wie gemacht scheint. Wir drücken Mwita jedenfalls die Daumen.
