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Zärtlich gezupfte Gitarre, vorsichtig schleppende Drums. „Ich würde soviel geben um jetzt mit dir zu sein.“ Sanft und sehnsüchtig klingt Sophie Löw (solo bekannt als Sophia Blenda), bevor es lebendiger wird und schon fast beschwingt klingt. „Neben dir bleibt niemand allein.“ Eröffnet „Kaputte Speaker“ wirklich als eine Art Liebeslied das neue Album „smogstar“ von Culk? Scheinbar hat sich einiges getan seit „Generation Maximum“ vor fast drei Jahren.

„7. Stock“ startet eine ordentliche Scheibe kräftiger und latent noisig. „7. Stock. Kräne drehen sich“. Leise drückende Passagen dazwischen bringen schiebende Energie.

„Im Strom“. Zerrende Gitarren. „Willkommen in der Stadt, mein Kind. Wo wir alle Fänger*innen oder Gefangene sind.“ Das Wechselspiel zwischen Noise und nachdenklich ruhigeren Klängen zieht sich wie ein roter Faden weiter. Vor allem in der Stadt.

„Frankensteins Kind, ich bin eines von ihnen…in Stücke zerrissen, von neuem genäht…ich weiß, du hast Fragen, doch ich weiß nur, wer ich nicht bin“. Beruhigend, dass tiefe melancholische Zerrissenheit nicht ganz aus dem Repertoire verschwunden ist. „Weiß Nur Wer Ich Nicht Bin“ trägt am ehesten die Stimmung der alten Alben in sich.

Das folgende  „Willkommen In Der Stadt“ beginnt richtig rotzig schrammelig. Irgendwo zwischen Punk und Noise. Sophies klare Stimme als Gegenpol. Moderner Sound gestrickt aus vergangenen Klängen. Retro oder selbst neu erfunden? Der rote Faden der ernüchternden Stadt vom Cover spinnt sich von „Im Strom“ konsequent weiter. „Du kannst dich hier finden. Du kannst dich verlieren. Dich am heißen Asphalt wärmen. Oder darauf sanft erfrieren“. Leben in der Stadt ist ambivalent. Eine Umgebung der Widersprüche, die alles zulässt.

„Ich will nichts und niemandem gefallen. Eure Parolen verhallen.“ Die Gitarren zerren wieder so gut es nur geht. „Die Welt In Kreisen“ wirkt trotzig.

Nach acht Jahren Bandgeschichte drehen die Wiener*innen auf „smogstar“ ihre Uhr ein ganzes Stück weiter. Weniger Frustration, weniger düstere Hilflosigkeit. Mehr im Jetzt, mehr Druck. Irgendwie mehr Spaß. Saugt genauso intensiv wie die vergangenen drei Scheiben. Auf der Tanzfläche vermutlich sogar deutlich mehr.

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