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Kanye West – Yeezus

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Zwar verdient Kanye West mit geschätzten 12 Millionen Dollar Jahreseinkommen definitiv bedeutend weniger als Kollege Jay-Z, der es auf stolze 63 Millionen bringt, ihr gemeinsames Album „Watch The Throne“ verkaufte sich jedoch weltweit über 2 Millionen Mal. Doch bereits danach zeichnete sich ab, dass der 36-Jährige Kanye West sich noch mehr verändern und neu erfinden möchte. Dazu arbeitete er unter anderem mit Daft Punk, Rza, The Heatmakers und Mike Dean an dem Sound für „Yeezus“, der jetzt deutlich elektronischer ist und mit vielen Samples und verrückten Vocals aufwartet.

Lediglich zehn Tracks sind wahrlich nicht viel, aber auch beim Albumcover und der Werbung hat Kanye West gespart. Er twitterte lediglich das Erscheinungsdatum von „Yeezus“ und stellte wenige Songs vor, die Aufmerksamkeit zog er jedoch trotzdem voll auf sich.

Schnell dürften sich bezüglich „Yeezus“ zwei Lager bilden, die einen lieben es und die anderen können mit der speziellen Musik nichts anfangen. Das ist wahrscheinlich das Risiko, wenn man etwas „Nicht-Mainstream-Taugliches“ produziert. Wie auch immer, der Sound ist wirklich extrem elektronisch, metallisch, sehr sehr düster und wenn man die Scheibe durch gehört hat, braucht man erst mal eine Pause. Als Grund dafür wären zum einen die piepsigen „Dots“ (bekannt durch Daft Punk) zu nennen, dazu kommt plötzlich ein Kinderchor, aber nur kurz, denn dann rappt Kanye schnell wie auch aggressiv „I need you right now“. Naja, außergewöhnlich, aber nicht mein Geschmack.

Da gefällt mir das eine Spur klassischere „Blood On The Leaves“ um Welten besser. Rap und Gesang kombiniert mit einem weiblichen Vocal Sample sowie leisem Piano im Hintergrund. Das Level der Arroganz hebt Kanye West gekonnt von LP zu LP an, aktueller Höhepunkt der Song „I Am A God (feat. God)“. Meiner Meinung nach klingt das schwer wie ein Soundtrack von Hans Zimmer, dramatisch genug für die tiefsten Untergrund-Clubs. Nicht weniger provokant wirken „Black Skinhead“ oder „New Slaves“, davon abgesehen ist sowohl die Atmosphäre als auch der latente Dubstep-Sound genial.

Wie so meist werden die Alben der großen US-Rapper heiß erwartet und zum Himmel gelobt, oft ein Fehler. Betrachtet man „Yeezus“ mit etwas weniger Euphorie, kommt man durchaus zu einem subtileren Ergebnis.

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