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Genetikk – D.N.A.

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Genetikk, so lautet der Name des neuen Aushängeschild vom Erfolgs-Independent-Label Selfmade Records. Nachdem das Rap-Duo erst im letzten Jahr mit ihrem Longplayer „Voodoozirkus“ für Furore und Aufmerksamkeit sorgen konnte, legen sie nun mit „D.N.A.“ nach.

Genetikk gelten als die neue große Hoffnung für deutschen Hip-Hop und haben ein beeindruckendes Repertoire an Skills, Technik, Beats und Themen sowie Herangehensweise. Obwohl sie alles gleich machen, klingt es doch komplett unterschiedlich und hebt sich vom Rest der Masse deutlich ab. Der Sprechgesang ist eher Oldschool geprägt und erinnert an die frühen `90 bis 2000, aber dennoch frisch, anders und am Puls der Zeit. Verantwortlich ist dafür Karuzo – den Gegenpart stellt Sikk dar, welcher sich nur um die Beats kümmert – das Duo Genetikk gibt es nur in dieser Konstellation.

Während auf „Voodoozirkus“ besonders „Puls“, „Genie & Wahnsinn“, „Wer bist du?“ und „Supa Dope Brothers“ überzeugen konnten, war es auf dem neuen Album „D.N.A.“ doch zu Beginn schwierig, echte Juwelen zu finden. Dies mag daran liegen, dass wenige Lieder einen direkt anspringen, aber vielleicht auch daran, dass Sikk nicht auf dem Niveau wie Karuzo ist. Zweifellos gibt es eine handvoll Produzenten, die nicht nur ein interessanteres Gesamtpaket erzeugt hätten, sondern auch einfach ihr Handwerk beherrschen. Meiner Meinung nach hat Sikk zwar den ein oder anderen guten Beat produziert, aber die Summe der Erfahrung zeigt, dass er mit seinen teils billig anmutenden Wave-Bastelkünsten die Formation Genetikk nicht nur maßgeblich formt, sondern auch herunterzieht.

„Du bist weg“ oder auch „Plastik“ sind zwar eher zart besaitet angehaucht, sind aber solide und gefallen. Der Rap hat im Gegensatz zu den restlichen Liedern keine Tiefpunkte. Ebenfalls zeigt auf „A La Muerte“ ein gut gelaunter und in Bestform seiender Kollegah beeindruckende Wortspiele und Flowvariationen – Hut ab.

Insgesamt ein raptechnisch gutes Album mit schwachen Beats, die – bis auf wenige Ausnahmen – zusammengeschustert klingen. Ob der Hype damit wieder vorbei ist, wird die Zeit zeigen. Persönlich würde ich mir eine Solokarriere des Rappers und eine Zusammenarbeit mit den üblichen Verdächtigen in der Musikproduktion eher herbeisehnen, als ein weiteren Album mit Sikk als Mann für die Instrumentierung.

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