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Franz Ferdinand – Right Thoughts, Right Words, Right Action

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„I say don’t you know, You say you don’t know, I say… take me out!” – Jedem werden die Klänge der Erfolgssingle „Take Me Out“ von Franz Ferdinand immer noch im Ohr sein. Allerdings hat diese einige Jahre auf dem Buckel, bereits 2004 wurde das Debütalbum mit dem Song veröffentlicht. Und seitdem? Hat sich nicht besonders viel getan im Hause Franz Ferdinand. Auf das selbstbetitelte Debüt folgten zwei Nachfolgeralben, frischen Wind brachten diese allerdings kaum. Zwar gaben die Chartplatzierungen den Glasgowern Recht, es hagelte Musikpreise und einen Auftritt bei der amerikanischen Grammyverleihung. Lange anhaltenden Erfolg hatten sie allerdings mit keinem der beiden Alben, es schien als warteten Fans wie Kritiker auf den ausbleibenden großen Wurf.

Vier Jahre später verbreiten Franz Ferdinand im Video zur ersten Single „Right Action“ munter gute Laune und hüpfen durch grellbunt gezeichnete Umgebungen. Der extrem tanzbare Song hat zwar bei weitem nicht das Hitpotenzial eines „Take Me Out“, aber  dafür dürfte er binnen kürzester Zeit jede Indie-Disco auf die Tanzfläche bringen. Ähnlich rasant geht es mit „Evil Eye“ weiter und schnell wird deutlich, dass Franz Ferdinand bei diesem Album vor allem die Tanzbarkeit der eigenen Songs wiederfinden wollen. Dem Gitarristen mit deutschen Wurzeln Nicholas McCarthy kommt dabei plötzlich wieder eine Schlüsselrolle zu. Geboren in Blackpool, aber aufgewachsen im beschaulichen Oberbayern, bestimmt dieser nun auf „Right Thoughts, Right Words, Right Action“ das Tempo der Songs.

Den Synthie-Spielereien des letzten Albums „Tonight: Franz Ferdinand“ wurde dabei konsequent der Kampf angesagt. Die früheren Musikexperimente wurden allesamt abgebrochen und die Songlänge an sich deutlich heruntergefahren. Dabei finden sich auf „Right Thoughts, Right Words, Right Action“ nun erstaunlich wenig Elektrosounds, vielmehr finden Franz Ferdinand zum klassischen Rock zurück. Oft klingt das nun nach Retro-Rock mit knochentrockenen Gitarren und viel Funkeinfluss und erinnert dabei stark an das Debütalbum. Schon damals hatten Franz Ferdinand in ihrem Sound ein Alleinstellungsmerkmal, das sie von den vielen anderen britischen Indiebands unterschied. Keine Spur ist allerdings von etwaigen Auflösungserscheinungen zu sehen, wie sie Frontmann Alex Kapranos kürzlich dem Musikmagazin Visions verriet: „Ich wollte die Band auflösen, weil es sich in meinem Kopf wie einer dieser Jobs angefühlt hat, die ich aufgeben musste. Ich mochte die Routine und die Verpflichtungen nicht.“

Die Lust an der Musik scheint auf „Right Thoughts, Right Words, Right Action“ mitsamt der Spielfreude zurück zu sein. Als Geheimtipp sticht dabei vor allem das polternde „Bullet“ hervor: Melodische Strophe, eingängiger Refrain mit Mitsingfaktor – Und schon wieder diese verflucht treibenden Gitarren, die selbst den schlimmsten Tanzmuffel auf den Dancefloor bringen sollten. Der Song steht sicher ganz oben in der Auswahl für die nächste Single und könnte vor allem im Indie-Radio für Furore sorgen. Daneben kommt „Love Illumination“ kultig rockig daher, geht schnell ins Ohr und bleibt dort hartnäckig sitzen. Kein Wunder, dass Franz Ferdinand genau diesen Song neben der Single als Erstes veröffentlichten, steht er doch wie „Right Action“ für den Schritt zurück in der Stilrichtung.

„Fresh Strawberries“ sticht mit seinem Funk-Pop heraus, weil es so gänzlich anders als der Rest des Albums klingt. Dies ist letztlich auch der einzige Kritikpunkt: Das Schema der Songs wiederholt sich häufig und Franz Ferdinand erfinden damit auf keinen Fall das Genre neu. Insgesamt bleibt bei „Right Thoughts, Right Words, Right Action“ aber durchweg ein guter Eindruck hängen.  Die Rückbesinnung auf eigene Stärken kommt auf jeden Fall zur rechten Zeit. Und wer weiß, vielleicht gelingt Franz Ferdinand in Zukunft ja wieder ein neues „Take Me Out“.

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