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Pearl Jam – Lightning Bolt – 22 Jahre nach Ten kommt Nummer 10

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22 Jahre ist es jetzt schon her dass Pearl Jam mit „Alive“ von ihrem Debut „Ten“, den Teenagern Anfang der 90’er eine neue Hymne erschaffen hatten. „Ten“ –  das erste Album, war auch gleich der große Durchbruch für die Grunge Band aus Seattle. Wenn Nirvana die Punks des Grunge waren, so kann man Pearl Jam als die Classic Rock Band des Grunge bezeichnen. Bei ihnen war alles episch, die Songs lang, große Hymnen und alles mit voller Inbrunst von Eddie Vedder vorgetragen.

Aber im Laufe der Zeit kam auch viel Drama dazu, wie zum Beispiel der Streit mit Ticketmaster, die Verweigerung, Musikvideos zu drehen, das ständige Wechseln der Schlagzeuger und auch noch zu allem Übel die Drogenprobleme von Gitarrist Mike McCready.

Auch musikalisch veränderten sich Pearl Jam, ihre Musik wurde nachdenklicher und politischer – kurzum erwachsener. Der Erfolg ließ aber im Laufe der Jahre nach, bis zum – aus kommerzieller Sicht – großen Comeback Album „Backspacer“ im Jahre 2009. Pearl Jam waren zurück mit einem recht zahmen Sound und auch die dazugehörige Single „The Fixer“ grenzte fast schon an Pop-Rock.

Nun also vier Jahre später beglücken uns Pearl Jam mit ihrem neuen Album „Lightning Bolt“ und auch wie ein Blitz trifft einen die erste Singleauskopplung „Mind Your Manners“. Ein echter Punk-Rock Song im Stile von „Spin The Black Circle von Ihrem 94’er Album „Vitalogy“. Eigentlich waren die kurzen Punk-Rock Songs auf ihren Alben immer der Schwachpunkt, aber mit diesem Ramones Klon treffen Pearl Jam doch voll ins Schwarze. Man kann sogar sagen, dass es ihnen zum ersten Mal gelungen ist, einen wirklich guten Punk-Rock Song zu schreiben.

Aber es geht natürlich auch gemächlich zu auf „Lightning Bolt“ und dies auch gleich schon mit der zweiten Single „Sirens“, einer hymnische Ballade und der Stolz von Gitarrist Mike McCready, wie er selbst in einem Promovideo betont. Pianoklänge schimmern beim melancholischen „Pendulum“ durch. „Sleeping By Myself“, in einer anderen Version bereits auf Vedders „Ukulele Songs“ enthalten, kommt als beschwingter Folk-Pop-Rock daher. Also reichlich Abwechslung ist schon angesagt auf „Lightning Bolt“.

„Lightning Bolt“ ist nicht so konzeptionell wie „Backspacer“, die Songs sind eher dichter in den Einzelteilen. Es ist aber auch nicht das von Eddie Vedder angekündigte Düsterwerk. Es ist einfach ein Album mit sehr viel Abwechslung, gefüllt mit Eddie Vedders unerreichter Stimme, dem mitreißendem Songwriting der Instrumentalisten und Brendan O’Briens glasklarer wie fülliger Produktion.

Das wichtigste aber ist, dass Pearl Jam es immer wieder fertig bringen, sich von Album zu Album weiter zu entwickeln. Immer werden neue Klänge und Einflüsse mit eingestreut. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass jedes Bandmitglied seine Solo-Freiheiten hat. Sie alle bringen Solo-Alben heraus oder wirken in anderen Bands mit, wie zum Beispiel Matt Cameron mit Soundgarden oder Stone Gossard mit Brad. Und wenn dann die Band wieder zusammen kommt, um ein neues Album zu schreiben, bringen sie dadurch immer wieder frische Ideen mit. Auf weitere 22 Jahre Pearl Jam, denn Bands von solcher Qualität und mit solch ehrlicher und handfester gemachter Musik gibt es heute leider nicht mehr viele.

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