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Monster Magnet – Last Patrol – Back to the roots

Monster Magnet Last PatrolKino-Fans wird Monster Magnet sicherlich in guter Erinnerung sein wegen ihrer unvergesslichen musikalischen Beiträge zu Filmen wie The Matrix, Urban Legend oder Beowulf. Aber die in New Jersey basierende Band ist auch eine der treibenden Kräfte in der “Stoner Rock”- Bewegung.

Das neue Album “Last Patrol” ist jedoch ein Rückruf zu den Psychedelic Rock Wurzeln, also zu den musikalischen Anfängen der Truppe. Sänger Dave Wyndorf beschreibt die Musik auf “Last Patrol” als “Geschichten von kosmischen Rächer, der Libido , der Entfremdung und epischer Fremdheit”. Es herrscht eine deutliche Old-School Stimmung auf dieser Platte, dies ist größtenteils auf die Entscheidung von Dave zurückzuführen, zusammen mit Co-Produzent Phil Caivano, vor allem Vintage-Instrumente und Kontrollgeräte einzusetzen.

“Last Patrol” könnte glatt auch als Nachfolger ihres 93’er Album “Superjudge” durchgehen. Von dessen Niveau ist man auch gar nicht weit entfernt, vor allem der knapp zehn Minuten lange Titelsong entwickelt sich mit der Zeit zu einem absoluten Höhepunkt im umfangreichen Schaffen von Monster Magnet. Mit dem alten Donovan-Klassiker “Three King Fishers” setzt man nicht nur dem Sechziger-Jahre-Barden ein Denkmal, sondern sich selbst dazu mit. Die Nummer tendiert stark in Richtung Doom und verweist auf die aktuellen Black Sabbath-Sachen. Mit “Paradise” hat man gleich noch eine weitere Über-Nummer im Ärmel ganz in der Tradition der eigenen Klassiker wie “Cage Around The Sun” oder “Blow `Em Off”.

“Last Patrol” ist vielleicht das ruhigste Album, was wir von Monster Magnet seit geraumer Zeit gehört haben. Es wird viel Wert auf akustische Stücke, Melodien und psychedelische Momente gelegt, anstatt auf große “bluesige” Riffs und Bombast . Ihre älteren Alben wie “Spine Of God” und “Superjudge”, die “Last Patrol” sehr ähnlich sind, waren sehr rau im Ton und trübe in Bezug auf die Produktion. “Last Patrol” könnte man als eine moderne, saubere Version dieser beiden Alben interpretieren.

Neun Songs von denen keiner abfällt und jeder einzelne eine eigene Geschichte erzählt, in der es keine Langeweile gibt. Einfach nur schöne, unaufgeregt daher kommende, zeitlose Musik. Es ist ihnen wieder ein richtiger Klassiker gelungen, eine wirklich starke Psychedelic Rock-Scheibe, die den nach wie vor unentbehrlichen Status von Dave Wyndorf und seinen Mannen eindrucksvoll unterstreicht.

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