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Radical Face – The Family Tree: The Branches – Familiengeschichte zweiter Teil

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Weites Land, harte körperliche Arbeit, ärmliche Hütten – solche Bilder ziehen am inneren Auge vorbei beim Hören vom neuen Radical Face Album „The Family Tree: The Branches“, das am 4. November veröffentlicht wurde. Es ist die Fortsetzung von der Platte „The Family Tree: The Roots“, die vergangenes Jahr erschienen ist. Der Singer/Songwriter Ben Cooper alias Radical Face erzählt die Geschichte einer Familie aus den Südstaaten im 19. Jahrhundert. Von den Wurzeln des Familienstammbaumes geht es nun hinauf ins Geäst.

Die Geschichten, die Cooper in seinen Liedern erzählt, sind zwar fiktiv, aber er hat bei der Konzeption seiner Trilogie durchaus recherchiert. So hat er sich zum Beispiel Genealogien angeschaut und ein bisschen die amerikanische Geschichte studiert. Das merkt man, denn auch die Instrumente, die der Amerikaner auf seinen beiden Alben einsetzt, wurden größten Teils damals schon benutzt: Klavier, Akustik-Gitarre, Floor-To. Der Klang ist ein bisschen melancholisch, geheimnisvoll und manchmal auch wie ein Schauermärchen.

Der Sänger erzählt gerne Geschichten und zwar in allen möglichen Kunstformen. Er schreibt, er malt, er zeichnet  – und macht Musik. Dabei ist er nicht nur als Radical Face unterwegs, sondern auch gemeinsam mit Alex Kane in der Band Electric President. Weiterhin arbeitet er nebenbei an Projekten wie Clone, Iron Orchestra und Patients. Cooper experimentiert gerne mit verschiedenen Musikstilen und probiert sich aus. Für sein neues Album „Family Tree: The Branches“ mixt er Indiepop und Sixties-Folk. Es entsteht ein Sound der sich unaufdringlich im Hintergrund hält und der Geschichte den Vortritt lässt. Und die steht für Radical Face bei seinen Konzeptalben definitiv im Vordergrund.

Als er mit dem Projekt „Family Tree“ angefangen hat, war für ihn nur klar, dass er eine ganze Platte über eine Familie schreiben will. Zunächst war er sich jedoch nicht sicher, ob ihm das überhaupt gelingen würde. Beim Schreiben der Songtexte merkte der Musiker aus Florida dann aber schnell, dass er genügend Ideen hatte. Nach zwei Jahren fing er an, seine Skizzen zu sortieren und stellte fest, dass er genügend Material für mindestens drei Alben hatte.

Schon bei seiner ersten veröffentlichten Platte „Ghosts“ aus dem Jahr 2007 hat Cooper sich die Zeit genommen, einen roten Faden für die Songs zu entwickeln. Im Fall von „Ghosts“ ist es die Idee, dass die Häuser Erinnerungen haben und die Menschen ihre Geister in den Wänden zurücklassen, wenn sie von einem Ort zum nächsten ziehen. Alles das, was sich in den Gebäuden angesammelt hat, kann aus den Mauern hervorkriechen und den nächsten Bewohner überfallen. Die einzelnen Lieder auf der Platte sind Kurzgeschichten, die durch ein Thema miteinander verknüpft werden.

Vollbart, Hosenträger, offenes Hemd über dem weißen Feinripp-Unterhemd – auch Ben Cooper selbst passt in die Familiengeschichte, die er in seinen Alben „Family Tree“ erzählt. Man kann sich gut vorstellen, wie er irgendwo im Nirgendwo nach einem langen Tag harter Feldarbeit mit seiner Gitarre am Lagerfeuer sitzt. Sein neues Album „The Family Tree: The Branches“ passt äußerst gut in unseren verregneten nebeligen Herbst, wenn die Tage kürzer werden, die Kamine wieder zum Einsatz kommen, man sich im Wohnzimmer bei einem wärmenden Glas Rotwein und frisch gerösteten Kastanien zusammensetzt und außer Coopers Musik vielleicht noch der Wind zu hören ist, der um’s Haus pfeift.

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