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Vans Warped Tour London Tag 2 – Überraschungsgast A Day To Remember

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Tag zwei der Warped Tour UK begrüßt die Konzertgänger mit typisch britischem Wetter und eisigem Wind. Eine zugige Angelegenheit ist dabei vor allem der Besuch der Punktastic-Akustikbühne. Zwar befindet sich die Bühne unter einem reizvollen viktorianischen Kuppeldach und bietet auf Grund der Weitläufigkeit und des Baustils eine großartige Kulisse – Aber: Es zieht wie Hechtsuppe. Den Briten scheint das nicht viel auszumachen, die im T-Shirt in der Kälte ausharren um einer Akustikperformance von Bands wie Sonic Boom Six und Northcote zu lauschen und sich anschließend im ähnlich zugigen Merchandisebereich Autogramme zu holen.

Watsky + Wax sorgen für den ersten Schock des Tages. Der Rapper Watsky buhlt von Anfang an um die Gunst der Zuschauer. Auf Grund seines Hip Hop-Sounds, der mit nur wenigen Rockelementen vermischt wird, hält sich die Begeisterung bei den meisten Zuhörern in Grenzen – und doch ist zumindest  im Bereich direkt vor der Bühne die Stimmung gut. „I’ve got your back – will you got my back?“, fragt der Frontmann ins Mikrofon um im nächsten Moment die Zusage der Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes auszutesten. Über der Bühne befindet sich eine etwa zehn Meter hohe Vorrichtung für Lichter. Der Sänger klettert ohne Sicherungsseil in die Höhe und in die Mitte des Gestänges. Als sich der Song seinem Ende nähert, springt Watsky plötzlich in die unter ihm befindliche Menge. Eine Gefahr nicht nur für ihn, sondern vor allem für die darunter befindlichen Fans und eine vollkommen hirnrissige Aktion mit bedenklichen Folgen. Der Sänger bleibt verletzt auf dem Hallenboden liegen, minutenlange Ungewissheit folgt. Durch den Sturz bricht sich eine Zuschauerin den Arm, ein zweiter Zuschauer kommt mit Quetschungen davon. Watsky muss über Nacht im Krankenhaus bleiben, hat aber selbst nur einige Beulen davongetragen und entschuldigt sich später über Facebook für die Aktion.

Die Tourveranstalter sagen sich „The show must go on“ und lassen die Londoner Lokalhelden von We Are The Ocean auf die Nebenbühne, die sich unberührt von dem Zwischenfall zeigen und denen es sichtbar gefällt, vor heimischem Publikum aufzutreten. Gewöhnen muss man sich an den neuen, poppigeren Sound der Band, der seit dem Weggang von Shouter Dan Brown jeglichen Post-Hardcore-Einfluss verloren hat und nun glattgebügelten Alternative-Rock bietet.

Danach folgt die größte Überraschung des Tages. Die Vielzahl von A Day To Remember-Shirts auf der Warped Tour spiegelt die unglaubliche Beliebtheit der Post-Hardcore-Helden wieder, die derzeit im Genre die wohl größte Fanbasis aufbieten können. Für den Februar 2014 ist eine fast schon komplett ausverkaufte UK-Tour mit Stopp im Alexandra Palace geplant und für Ende November der CD-Release des neuen Albums „Common Courtesy“. Ohne auf irgendeinem Spielplan aufzutauchen, stehen A Day To Remember plötzlich gegen 18 Uhr auf der Jägermeister Stage und bieten eine groß abgefeierte Secret Acoustic Session mit dem neuen Song „Right Back At It Again“ und den Klassikern „All Signs Point From Lauderdale“ und „All I want“.

Yellowcard spielen danach leider keine Acoustic-Performance ihres Sets vom vergangenen Tag, sondern stattdessen eine ganz normale Show – nur diesmal auf der Jägermeister Stage. Der Auftritt ist zwar erneut herausragend und dürfte für ein weiteres Anwachsen der Fanbasis gesorgt haben – wer jedoch bereits das Konzert am Vortag verfolgte, wird enttäuscht gewesen sein. Die Setlist ist dieselbe und selbst die Songansagen ähneln sich. Das gleiche Bild bietet sich anschließend bei Billy Talent, die leider ebenfalls kaum ihre Setlist ändern und gänzlich auf Akustik-Einlagen verzichten. Zumindest Rise Against sorgen später auf Grund des deutlich verbesserten Sounds und einer erweiterten Setlist für eine deutliche Steigerung zum Vortag, während Hatebreed und While She Sleeps Metal-Brachialkost servieren.

Dann ist der rote Teppich ausgerollt für die Lokalmatadoren von Enter Shikari. Die Headliner des zweiten Tages lassen sich dabei nicht lumpen und beweisen wie gut ihre aus Electro und Post-Hardcore bestehenden Versatzstücke ineinander übergehen. Die Performance wird von einer gleißenden Licht- und Lasershow begleitet. Als Sänger Roughton Reynolds den letzten Song ankündigt, muss er selbst lachen: „You might think ‚oh yeah, another last song…When will the lie stop?“. Natürlich gibt es anschließend mit „Solidarity“ und „Zzzonked“ trotzdem noch zwei Zugaben, die ein letztes Mal die Mosh- und Circle-Pits zelebrieren.

„I couldn’t wait for the summer and the Warped Tour“ singen Blink 182 in ihrem Smashhit „Rockshow“. Getreu diesem Motto verkündet am Ausgang des Alexandra Palace ein riesiges Plakat die frohe Botschaft: „See you next year at Warped Tour 2014“!

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