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Stephen Malkmus And The Jicks – Wig Out At Jagbags

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Pavement waren die Lieblinge des Indie-Rock Universums. Seit ein paar Jahren geht Stephen Malkmus jetzt schon seinen eigenen Weg und er beweist mit seinen Solo-Alben immer wieder, wer eigentlich der kreative Kopf bei Pavement war. Jetzt, mit 47 Kerzen auf dem Kuchen, braucht er sich keinem mehr zu beweisen und das merkt man seinen Werken auch an. Locker und ohne Druck auf kommerziellen Erfolg musiziert er fröhlich vor sich hin.

Mit „Wig Out At Jagbags“ bringt Malkmus ein fast schon rein gitarrenbetontes Album heraus. Es fängt mit dem Song „Planetary Motion“ an und der besteht, von kurzen Verschnaufpausen abgesehen, eigentlich nur aus Gitarren-Solos. So was gibt natürlich eine Richtung vor. Diesmal führt sie zur spielerischsten und ironischsten Platte seiner Post-Pavement-Karriere. Die Texte, von ihm selbst längst als „Lückenfüller“ bezeichnet, lösen sich für einen Wortwitz von jedem denkbaren Zusammenhang. Sogar das Tracklisting dreht den Spieß um und hebt sich die besten Songs für das letzte Albumdrittel auf.

Zwischen den Songs knarzt dann die Stille wie eine alte Ledercouch. Auch „Wig Out At Jagbags“ hängt in der Vergangenheit, aber Stephen Malkmus And The Jicks ist das egal. Malkmus mag daran nichts ändern und betont hat er das von sich aus sowieso nie. Er präsentiert uns Lieder über Kämpfe in Chicagos Spelunken, wie zum Beispiel in „Rumble In The Rainbo“ und singt über Zimt, Lesben und Grateful Dead. Stephen Malkmus gehört ganz sicher zu der Sorte von Menschen, über die sich, wenn man das so sagen darf, vergleichsweise lustvoll recherchieren lässt. Der Mann hat mächtig viel Zeit mit Journalisten in Hotelzimmern und/oder dazugehörigen Bars verbracht und in jedem dieser Bewerbungsgespräche steckt eine ganze Menge seines eigentümlichen, hölzern-kauzigen Slacker-Humors, der wiederum seiner Art zu musizieren nicht ganz unähnlich ist.

Mit viel Fantasie lässt sich manches davon in einzelnen Momenten der Platte wiedererkennen. Das Motto der Langrille „Wig Out At Jagbags“ könnte also lauten: Wer mehr vorgibt, als er wirklich drauf hat, hat sich schon wieder ein Rock’n’Roll-Klischee erfolgreich angeeignet.

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