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Shit Robot – We Got A Love – Robotertanz

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Roboter an. Tanzen. Egal ob auf dem Weg zur Bushaltestelle, im Supermarkt oder im Büro. Kopfhörer drauf und wackeln. Am Besten den Robotertanz. So hat es sich der Dubliner DJ und Electro-Artist Marcus Lambkin alias Shit Robot wohl gedacht, als er sein neues Album „We Got A Love“ produzierte. Es geht um Liebe? Dann muss es sich um die Liebe zum Club und zur Party handeln. Etwas anderes kann man sich beim Genuss der neun Tracks kaum vorstellen.

Kaum ist die Play-Taste gedrückt, läuft eine monotone Bassline los, Schritt für Schritt, wie ein aufgezogener Spielzeugroboter. Der Roboter läuft vorbei an billigen Synthie-Klängen und gelangweilten Gesangsfetzen. Nach ein paar Minuten muss das Spielzeug erneut aufgezogen werden und weiter geht’s. „The Secret“ heißt der erste Track auf „We Got A Love“. Geheimnisvoll klingt er nicht.

„Do That Dance“ ist ein passenderer Titel für den Sound, den der Shit-Roboter verbreitet. Die Aufforderung zum Tanzen stammt von der Sängerin Nancy Whang, die irgendwie klingt wie eine springende, mit den Armen fuchtelnde Animateurin im Fitnessstudio. Kein Einzelfall: Auch „Do It (Right)“ mit Lidell Townself könnte mit seiner pumpenden Bassdrum den ein oder anderen Aerobic-, Step- oder Zumbakurs bereichern. Man sollte sich sportlich kleiden, wenn man zu einem Gig von Marcus Lambkin geht.

Auf der Bühne versteckt er sich hinter einer neongrünen, leuchtenden Robotermaske. Ein Quadratschädel mit zwei Augen und Antenne der im Takt zu den hektischen Bassläufen nickt. Ob mit „Shit“ gemeint ist, dass dieser Roboter den heißesten Scheiß auf die Tanzfläche jagt, bleibt Spekulation. Der Name könnte sich auch auf die trashigen Laser-Plastik-Raumschiff-Trillerpfeifen-Sounds beziehen, die wahllos über das ganze Album gestreut wurden.

Immerhin sind die Tracks abwechslungsreich, was kein Wunder ist bei ganzen sechs Featuregästen auf der Platte. Aber auch die Instrumente wiederholen sich kaum. Neben einer richtig altmodisch klingenden House-Orgel bekommen die tanzwütigen Roboterjünger hin und wieder auch Funk- und Disco-Elemente zu hören. JENR erinnert mit seiner quietschigen Stimmperformance in „Feels Real“ stark an die Bee Gees. Reggie Watts versucht ihn im hohen Singen noch zu übertrumpfen, scheitert aber knapp und überzeugt schließlich eher mit seiner tiefen Soulstimme im Titeltrack „We Got A Love“, einem Song, der auf jeden Fall unter das bunte Licht einer Discokugel gehört. Zwischendurch ist Shit Robot auch einfach nur straighter Electrosound ohne jeden Soul und Groove. Und dann heißt der Song auch genauso wie er klingt: „Space Race“ – ein Rennen gegen Drummachine und Synthie.

Shit Robot erzeugt Bilder im Kopf – ein trashiger Comic über einen kleinen Roboter, der so tickt, wie der Hase mit der Trommel aus der Werbung. „We Got A Love“ ist Musik zum Bewegen, solange die Batterien halten. Ausruhen ist nicht drin.

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