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Timber Timbre – Hot Dreams – Nick Cave und David Lynch backen Stockbrot

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Für sein mittlerweile fünftes Timber Timbre-Album „Hot Dreams“ machte sich Mastermind Taylor Kirk auf den Weg in die Laurel Canyon-Neighborhood unweit der weltberühmten Hollywood Hills. Dort holte sich der Musiker seine Inspiration. Und das hört man dem Album auch an.

Bereits auf dem eröffnenden „Beat The Drum Slowly“ breitet sich ein markanter Mulholland Drive-Vibe aus. Hier laden David Lynch und Nick Cave zum gemeinsamen Stockbrot-Backen ein und lassen Kirk Taylor dabei wie einen gruseligen Schatten ums züngelnde Lagerfeuer schleichen. Bangemachen gilt aber nicht. Die Beteiligten wollen schließlich nur spielen. Und das mit offenen Karten. Hier wird zwar verschleiert, aber nichts versteckt. Come and see! Oder besser: Hereinspaziert und reingehört! Es lohnt sich.

Mit seiner croonigen Stimmfarbe hält der Timber Timbre-Chef auch in der Folge alles auf Kurs. Weitere Highlights: Der verraucht und leicht verrucht um die Ecke schielende Titeltrack, das von markanten Bässen getriebene „Curtains!“ und das instrumentale Rausschmeißer-Filetstück namens „The Three Sisters“; Songs, mit denen der Verantwortliche bei Freunden spelunkiger Atmosphere-Sounds offene Türen einrennt.

Der gebürtige Kanadier feilt anno 2014 an seinem eigenen Denkmal. Dabei umgarnen ihn mystische Wellen, die sich um Eckpfeiler aus staubigem Beton schlängeln und hinter verwobenen Labyrinthen aus Dur und Moll elitäre Klanglandschaften ins Freie geleiten, für die jeder Table-Dance-Bar-DJ Haus und Hof verkaufen würde.

„Hot Dreams“ ist ein Gesamtkunstwerk. Vollgepackt mit minimalistischen Eigenbrödler-Soundscapes kriecht der Albuminhalt in die Gehörgänge. Untermalt mit narkotisierenden Piano-Passagen, überbordenden Saxophon-Einschüben und teils sirenenhaften Backing-Vocals bastelt sich Taylor Kirks Hypnotic-Soundtrack einen eigenen Thron. Und wer nimmt dort am Ende Platz? Drei kleine Schwestern? Nix da. Gekrönt wird nur einer. Und der hört auf den Namen Taylor Kirk.

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