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Archive – Axiom

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Nachdem Darius Keeler und Danny Griffith zusammen bei der House-Band Genaside II waren, beschlossen sie, das für sie zu eng geworden House Genre zu verlassen und gründeten 1994 Archive. Im Jahre 1996 erschien ihr erstes Album, das stark vom damals angesagten Massive Attack Sound geprägt war. Es erhielt zwar gute Kritiken, dennoch trennte sich die Band vorläufig. Als sie einen Neuanfang wagten, entwickelten sie sich immer mehr weg vom Trip Hop hin zum Progressive- und Post-Rock. Sie erspielten sich vor allem in Frankreich eine größere Anhängerschar. Dabei kam es während ihrer Laufbahn immer wieder zu Umbesetzungen.

Für den Film „Michel Vaillant“ spielten sie 2003 den Soundtrack ein. Mit ihrem Song „Bullets“ waren Archive gleich doppelt erfolgreich, er tauchte in der deutschen Krimiserie „Ein Fall für zwei“ auf und war Teaser für das Computerspiel Cyberpunk 2077. Zudem war ihr Titel „You Make Me Feel“ 2012 weltweit in der L’Oreal Werbung zu vernehmen. Lauter Indikatoren für eine erweiterte Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und wachsenden Bekanntheitsgrad. Ob dieser mit ihrem neuen, nun vorliegenden Album „Axiom“ noch in die Höhe schnellen wird, ist nur schwer vorhersehbar.

Nachdem ihre Platten wiederholt als Soundtrack-Musik bezeichnet wurden, beschlossen Archive ihr aktuelles Werk „Axiom“ gleichzeitig mit einer Film-DVD zu veröffentlichen. NYSU Direktor Jesus Hernandez war hierbei mit der Aufgabe betraut die Titel in Bilder umzusetzen. Diese gerieten von poetisch, düster bis zu mysteriös und furchteinflößend, Licht- und Schattenspiele in Schwarz-Weiss. Dementsprechend auch die Titel des Albums, das mit dem sanft gesungenen, sich mit Streichern hochschwingenden „Distorted Angels“ beginnt, um vom 10-minütigen instrumentalen Titeltrack abgelöst zu werden. Wabernde Electronica, Kirchenglocken, monotones Schlagwerk, Keyboards und E-Gitarren erzeugen ein mysteriöses Klangbild, das sich ganz allmählich entwickelt und die Aufmerksamkeit des Hörers auf die Probe stellt.

„Baptism“ baut gleich zu Beginn eine pulsierende Spannung auf, eine Art elektronischer Post-Rock mit flehenden Gesangspassagen. Über das vom Rhythmus getriebene „Transmission Data Terminated“ wird eine weiche Singstimme gelegt, dazu werden brodelnde elektronische Elemente inszeniert. „The Noise Of Flames Crashing“ beginnt mit weißem Lärm, aus dem sich eine weibliche Stimme herausschält, die vom Klavier untermalt wird, Trip Hop Poesie trifft Electronica. Auch „Shiver“ zieht Pianolinien, unter denen es rauscht und wabert. Zum Finale gibt es „Axiom Reprise“, folglich der Widerhall des Titeltracks in etwas veränderten Klangfarben.

Archives „Axiom“ ist kein einfaches Pop-Album, es will Kunst sein und liefert die Bilder gleich mit, die sonst vom Kopfkino des Zuhörers erzeugt wurden. Wer sich von Atmosphärischem einfangen lässt, kann dem Ganzen wahrscheinlich etwas abgewinnen, wirklich zündend ist „Axiom“ nicht, will es wahrscheinlich auch gar nicht sein. Musik und Bilder bewegen einen nicht wirklich, sondern bleiben in ihrem eigenen geschlossenen Raum. Eine fremde und seltsame Welt.

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