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Conor Oberst – Upside Down Mountain

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Im Vorfeld der Veröffentlichung von „Upside Down Mountain“ wurde viel darüber spekuliert, ob Conor Oberst nach zwei Jahrzehnten im Musikbusiness nun völlig dem Country verfallen sei. Das ist natürlich Quatsch und vermutlich der Annahme verschuldet, dass ein Teil der Aufnahmen in der Country geschwängerten Hochburg Nashville entstanden sind. Zumal er für die neuen Stücke seinen Freund Jonathan Wilson als Produzenten verpflichtete, der bekanntlich ebenfalls gut in der Country-Szene verwurzelt ist. Etwaige Befürchtungen, dass eben jener den Songs aus Conor Obersts Feder allein deswegen allzu sehr den eigenen Stempel aufdrücken würde, sind allerdings (fast) unbegründet.

Der Bright-Eyes-Frontmann mimt auf „Upside Down Mountain“ keineswegs den unerbittlichen Country-Musiker und formt seine Songs dahingehend zu Musterexemplaren dieses Genres. So einfach macht es sich der Singer-Songwriter dann doch nicht und lässt die entstandenen Stücke lieber ihre Kreise durch die angrenzenden Gebiete wie dem Folk und dem Rock ziehen während vereinzelt Country-Elemente wie die verwendeten Slide- und Pedal-Steel-Gitarren aufblitzen.

Wie so oft im Schaffens des einst als „Wunderkind“ bezeichneten Musikers aus Omaha, Nebraska versammelt dieser auf seinem Nonesuch Records Debüt neben Jonathan Wilson einige alte, bekannte Weggefährten wie Andy LeMaster, Macey Taylor oder auch Blake Mills und begibt sich Seite an Seite mit seinen langjährigen Freunden auf in ein neues musikalisches Abenteuer, das auch unter der gesanglichen Mitwirkung des Folk-Rock-Duos First Aid Kit entstanden ist, die hier und da im Hintergrund zu hören sind.

Neben Sessions in L.A., weiteren Aufnahmen in Omaha und den anschließenden Arbeiten in Nashville ist nach einem Jahr der konzentrierten Arbeit eines klar, wenn man den Songs die gewünschte Aufmerksamkeit schenkt: Conor Oberst ist und bleibt einer der eindringlichsten Geschichtenerzähler der Gegenwart, der es auch auf „Upside Down Mountain“ einmal mehr schafft den Hörer mit seiner poetischen Sprache in seinen Bann zu ziehen. Die daraus resultierende Intimität, die sich unmittelbar in den neuen Songs entwickelt, klingt nach und ebbt auch nach dem Verstummen Conor Obersts und der Instrumente nicht ab.

Besonders nicht, wenn man dem Blickwinkel Obersts folgt, der sich von seinem „Upside Down Mountain“ thematisch sowohl in Tälern als auch hoch in den Gipfeln durch die vor ihm liegende Umgebung mit all ihren Tücken schlägt. Dabei streift er lyrisch einige Male mit der Melancholie als seinen Gefährten die Einsamkeit, die sich ihm auf diesem Weg offenbart, singt sich seinen Schmerz über das Versetztwerden aus der Seele und äussert sich wiederholt über das miteinander verankerte Gespann der Liebe und der Freiheit, die Oberst sehnsüchtig zur Sprache bringt.

Wohlbemerkt ohne annähernd kitschig oder allzu rührselig zu wirken. Ja, als Songwriter und Sänger lässt Conor Oberst seine Hörer auch nach all den Jahren immer noch vergleichsweise direkt an seinem Gefühlsleben teilhaben, doch tut er das auf „Upside Down Mountain“ mit einer neu gewonnenen Gelassenheit, die sich durch das gesamte Album zieht und die bitteren Nuancen seiner Worte weniger nachklingen lässt als das in der Vergangenheit der Fall war. Auch dieses Mal gibt es dreizehn musikalische Gründe sich ohne Bedenken und mit Vorfreude darauf einzulassen.

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