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Glass Animals – Zaba – Das Debüt des Jahres

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Glass Animals ist eine neue englische Indie-Rock Band aus Oxford. In den Medien werden sie schon als das nächste große Ding gehypt. Wie oft haben wir das schon gelesen? Zu oft! Wird es mit der Zeit nervig? Ja! Aber manchmal ist es vielleicht nicht das „große“ Ding, sondern einfach nur eine gute Band. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im Falle von Glass Animals und ihrem Debüt „Zaba“ ist eine Truppe am Werk, die – sagen wir mal – interessant klingt.

Ihre erste Single „Gooey“ ist ein sehr sanftes, aber gleichzeitig auch rhythmisches Stück, das durchaus das Potential hat, sich zu einem kleinen Hit zu entwickeln. Vielleicht tut man den Glass Animals sogar unrecht, sie als Indie-Rock zu bezeichnen, denn viel Rock ist hier nicht vertreten. Über das ganze Album hinweg hört man eher Electronica. In ihrer Musik verbirgt sich aber auch sehr viel Soul und afrikanische Rhythmen. Der Name des Albums deutet sowas ja schon an.

Vor nicht all zu langer Zeit lang brachte eine Band namens Nurses ihr Album „Dracula“ raus. Wer sich dieses Werk mal anhört, wird viele Parallelen zu Glass Animals finden. Aber auch Einflüsse von Jamiroquai sind nicht zu überhören. Dies zum Beispiel bei „Cocoa Hooves„, ein Lied was den Groove von Jay Kays Truppe hat.

Irgendwie wird man aber das Gefühl nicht los, dass dies ist das Album ist, was Arcade Fire hätte raus bringen sollen, anstatt sich im total überfrachtetenReflektor“ in elektronischen Spielereien zu verlieren. Die Songs von Glass Animals sind sehr sorgfältig strukturiert, bestes Beispiel hierfür „Hazey„. Dieser bildet mit Sicherheit den Höhepunkt des Albums. Die sanfte Stimme des Sängers klingt fast schon so, als ob sie einen in Trance versetzen würde. Dazu kommen noch die asiatischen Elemente, die in diesem Stück vertreten sind und natürlich die unwiderstehlichen Beats.

Der Hörer wird aufgesogen von einem Groove und dann nicht mehr losgelassen von den Texten. Untermalt von eingängigen Melodien, erzählen Glass Animals uns Dinge, die so wahr und traurig sind. Eigentlich passen die Texte gar nicht zu den Pop-Hits, die uns die Band abliefert. Wenn man richtig hinhört, muss man eine Träne verdrücken, während man mit dem Hintern wackelt. Das einzige, was am Ende fehlt, ist eine Lösung. Eine Medizin für all die Wunden unseres Zeitalters, in die Glass Animals ihre Finger legen.

Ob sie nun wirklich das nächste große Ding oder der Charts stürmen werden? Das muss man einfach mal abwarten. Vielleicht sagt man ja auch in ein paar Monaten „Wer waren die Glass Animals?“. Dass „Zaba“ aber eine verdammt clevere Pop-Platte ist, daran besteht kein Zweifel.

[soundcloud url=“https://api.soundcloud.com/tracks/144950610″]

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