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Jack White – Lazaretto

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Er hätte ihn sich wirklich verdient. Diesen funkelnden Orden für seine bisherigen Verdienste als Musiker, Label-Chef und all die losgetretenen, hochkarätigen Impulse rund um die von ihm so geschätzte Vinyl-Kultur, die er immer wieder durch innovative Entwicklungen ankurbelt. Auch die in der Vergangenheit zahlreichen cleveren Aktionen, wie zum Beispiel jene beim diesjährigen Record Store Day, das am schnellsten veröffentlichte Vinyl auf den Markt zu werfen, bringen dem ehemaligen White-Stripes-Frontmann zurecht weitere Lorbeeren ein.

Und nun der nächste Coup von dem von ihm betriebenen Label Third Man Records: die Ultra-LP seines neuen StudioalbumsLazaretto„! Warum Standard-Versionen veröffentlichen, wenn man das Herz des Vinyl-Liebhabers höher schlagen lassen und die eigene Kreativität herausfordern kann? Zwei versteckte Songs unter dem Center Label, abspielbare Songs in gleich drei Geschwindigkeitsstufen sowie ein aufwendiges Hologramm auf dem Tonträger selbst. Mr. White, Sie haben sich mal wieder selbst übertroffen.

Doch der umtriebige Jack White wäre nur halb so gut, würde er all diesen fantastischen Gimmicks nicht auf musikalischer Seite einen mindestens ebenso großen Standard entgegensetzen. Die Wetten liefen auch Hochtouren, was sein nächstes Projekt anging. The Dead Weather? The Raconteurs? Oder doch einen neuen Solostreich? Das Rennen hat schließlich letztere Option gemacht und diese beschert uns nun in Form von „Lazaretto“ elf neue Songs, die den vergangenen Veröffentlichungen aus der Feder des Gitarrenvirtuosen in nichts nachstehen.

Zugegeben, wer „Blunderbuss“ (2012) und das restliche, musikalisch bemerkenswerte Archiv kennt, der wird auf „Lazaretto“ nicht unbedingt vom Sound überrascht. Die neuen Songs tragen ebenso die unverkennbare Handschrift jenes Mannes aus Detroits, der so viel für die Wiederbelebung des Blues-Rock-Genre getan hat, wie kaum ein anderer Musiker aus heutiger Sicht. Das, was er uns da erneut mit so viel Herzblut und Selbstbewusstsein vorrangig mit seiner Gitarre in die Gehörgänge jagt, ist nach wie vor auf einem so hohen Niveau angesiedelt, dass es auch keiner explosionsartigen Überraschungen bedarf.

Vielmehr ist es eine kontinuierliche Demonstration des groß angelegten Spielraums, den Jack White mit einer unsagbaren Fülle an kreativen sowie technischen Raffinessen zu füllen weiß. Sein Können muss er längst nicht mehr beweisen und doch wäre es ihm zuwider, nur Halbgares abzuliefern. Und so pulsieren auch die neuen Stücke auf dem „Blunderbuss“ Nachfolger wieder randvoll bis an die Oberkante mit den dafür nötigen Zutaten, deren Mixtur Jack White mittlerweile so gut beherrscht, dass er als wandelndes Patent durchgehen könnte. Ein Fehltritt? Ausgeschlossen!

Wer nach all den Schlagzeilen der letzten Zeit ein persönliches Break-Up-Album von dem erneut als Solokünstler agierenden Mr. White erwartet, wird enttäuscht. Zwar können Songs wie „Would You Fight For My Love“ oder „Alone In My Home“ als Anspielung auf dessen Privatleben nach der Scheidung von Karen Elson verstanden werden, dennoch ist der Tenor der Platte ein anderer. Allein die transportierte Wucht des Instrumentalstücks  „High Ball Stepper“ oder die enorm verzerrten Gitarren des TiteltrackLazaretto“ sprechen eine eindeutige Sprache. Ebenso sein uns darin entgegengeschleudertes Statement „When I say nothing, I say everything!“, sagte White und meldet sich eindrucksvoll zurück.

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