Passenger war ursprünglich ein Duo, das gemeinsame Projekt von Mike Rosenberg und Andrew Phillips. Mit Gastmusikern spielten sie 2007 das Album „Wicked Man’s Rest“ ein. 2009 trennte sich das Duo und Mike Rosenberg benutzte fortan den Namen Passenger als sein Pseudonym. Als alleiniger Singer/Songwriter veröffentlichte er das Album „Wide Eyes Blind Love“, das mit simplem und melodiösem Folk-Pop sein Publikum fand.

Aktuell präsentiert der Brite nun seine Platte „Whispers“ und tatsächlich ist Mike Rosenberg einer jener Flüsterer im Singer/Songwriter Gewerbe, die vor allem die weiche Seite des Genres betonen.

Die Vergleiche mit Cat Stevens sind folglich gar nicht so weit hergeholt, wobei Passengers Stimme andere Klangfarben aufweist als Stevens. Für „Whispers“ hat er sich Streicher und Bläser ins Studio geholt, auch Schlagwerk und Bass kommen zum Einsatz. Im Mittelpunkt bleiben Stimme und Akustikgitarre des Protagonisten.

Die Songs sind lupenreiner Folk-Pop, der harmonisch, leider aber auch ziemlich brav und harmlos tönt. Der Versuch, mit Streichern Tiefe und Ernsthaftigkeit zu vermitteln, bleibt ein Versuch.

Im Fortlauf des Albums kann einem auch die Stimme Rosenbergs etwas auf die Nerven gehen. Sie säuselt, flüstert und spült die Texte weich. Die Nachdenklichkeit und Poesie zeugen zwar von einer gewissen Ehrlichkeit, kunstfertig sind sie nicht.

Zum Nebenbeihören mag „Whispers“ taugen, von einer tief bewegenden Songwriter-Platte ist sie weit entfernt. Dagegen dürften Freunde von Cat Stevens oder James Morrison hier fündig werden.

[soundcloud url=“https://api.soundcloud.com/playlists/29100007″]

Schreibe einen Kommentar

Das könnte dir auch gefallen

Album

Blush Always – An Ode To ?

Album

Madeline Juno – Nur zu Besuch

Album

Alex Vargas – Big Big Machine

Login

Werde MusikBlog-Mitglied!

Werde MusikBlog-Fan-Mitglied und du kannst Alben als Favorit markieren und deine eigenen Jahres-Charts erstellen.

Erlaube Benachrichtigungen OK Nein, danke