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INVSN – Invsn

RubrikAlben
Künstler*inINVSN · Refused

Wenn Dennis Lyxzén ein neues Album auf den Markt bringt, hört die Musikszene hin. Der Mann war immerhin prominentes Mitglied bei The (International) Noise Conspiracy und Refused und somit verantwortlich für eine ganze Menge guter Musik.

Den härteren Tönen hat er schon länger den Rücken zugekehrt. Mittlerweile macht er zusammen mit seinen Kollegen Sara Almgren, Anders Stenberg und Co. melancholischen Indie-Rock irgendwo zwischen Wut im Bauch und Pop-Appeal.

Das Projekt startete unter dem Namen The Lost Patrol – nach einigen Rechtsstreitigkeiten ob des Bandnamens nennen sie sich mittlerweile INVSN (sprich: Invasion) und haben auch ihrem neuen, englischsprachigen Album diesen Titel verliehen.

Während man bei schwedischem Indie-Rock eher an (die frühen) Mando Diao, Johnossi und Konsorten denken muss, orientieren sich INVSN hörbar an anglo-amerikanischen Vertretern des Genres.

Der Opener „#61“ kommt noch recht unbeschwert daher, aber bereits im zweiten Song „Down In The Shadows“ wird die Nähe zu Bands wie Interpol und den Editors deutlich. Einzig die etwas höhere Stimmlage Lyxzéns hebt sich hier ab. Doch das Fundament ist gleich: Melancholische Stimmung durch schleppende Bassläufe, untermalt von klaren Gitarrenriffs.

Unterbrochen wird dies nur an einigen Stellen durch fröhlichere Tracks wie „The Promise„. Ihre stärksten Momente hat die Platte aber definitiv, wenn sie sich der introvertierten Traurigkeit hingibt. „God Has Left Us Stranded„, „Hate“ und „Vasterbotten“ sind die Perlen auf „INVSN„.

Bei „Our Blood“ geht der Ärger mit der Band durch, die Gitarren werden verzerrter, behalten das Gesamtkonzept aber im Hinterkopf. Den Königen der Tristesse wird in „It’s All Coming Back“ auch noch gehuldigt: Das Intro erinnert stark an „Lullaby“ von The Cure.

Viele Querverweise und enge Verwandtschaften zu anderen Bands tun „INVSN“ in seiner Originalität keinen Abbruch – dafür sorgen Lyxzéns Vocals. Nach fünf Minuten ist man gefangen genommen von der mal hellen, mal trüben Stimmung, die sich über die gesamte Laufzeit des Albums entspinnt.

Und auch, wenn „INVSN“ das Genre nicht durch irgendwelche Innovationen entscheidend vorantreiben kann, verweilt es doch in höchster Qualität in den Elementen, die derzeit in den düsteren Gefilden des Indie-Rock zur Verfügung stehen.

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