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Angelika Express – Letzte Kraft Voraus

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Soviel „Letzte Kraft Voraus“, wie sie die Indie-Größen von Angelika Express hier zusammenkratzen, generieren viele Bands nicht einmal unter Volllast.

Denn die Mannschaft um Robert Drakogiannakis präsentiert ihr neues Album mit der Frische des dritten Frühlings und hat sich dazu außerdem mit dem Hamburger Schulrat Frank Spilker und dem Love A Protagonisten Jörkk Mechenbier prominent verstärkt.

Nach „Alkohol“, die bei Licht betrachtet keine Themenplatte entsprechend des Titels war, bringen Angelika Express jetzt 15 flotte Pop-Punk Nummern in Umlauf, von denen so gut wie jede das Zeug zum aufwieglerischen Straßenfeger hat.

Womit auch Anliegen von „Letzte Kraft Voraus“ umrissen wäre, es geht darum auszuloten, „ob und wie Rebellion noch möglich ist“ und die „gottverdammte Alternativlosigkeit“ aufzubrechen.

Also brettern die Kölner los, als ob es kein Morgen gibt: „Geh Gegen Den Rhythmus“ gibt einleitend Marschrichtung und Schlagzahl vor, an denen sich die überwiegende Zahl der Stücke orientieren wird.

Thematisiert wird die Rolle des Künstlers im aktuell-gesellschaftlichen Kontext, wird spießbürgerliche Doppelmoral und die Stillosigkeit des Alltags anvisiert. Es gibt die Hommage an das Leben auf dem Kiez, ihr „Geboren In Der BRD“ wird zum zeitgemäßen „1000 Gute Gründe“ einer anderen Band vom Rhein.

Zwischen all dem Feuer auf die bürgerlich-kapitalistischen Bastionen gibt es, unterstützt von einer weiteren Gaststimme, auch ein wenig Romantik: „Am Letzten Donnerstag Im Mai“ mit Stadt-Nachbarin Suzie Kerstgens, auf etlichen KleePlatten für das melancholische Momentum zuständig, holt den ins Gerede gekommenen Heimatbegriff zurück ins pralle Leben am Flussufer.

Das Ensemble verbindet Rückblick und Gegenwart.Die Bezugsperson ihres Klassikers „Geh Doch Nach Berlin“ kommt im Remake „Ein Jahr“ zurück, um sonderbarste Veränderungen im ehemaligen Lebensumfeld festzustellen. Befreiend zwar, trotzdem: „früher war alles besser beschissen“, wie es später im „Kaiser von Köln“ heißt.

Zwischen aller Polit-Agenda bleiben Angelika Express auf dieser Platte auch das was sie immer waren, eingängig und im Grunde genommen optimistisch unterwegs.

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