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The John Steel Singers – Everything’s A Thread

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John Steel war der Name von Tim Morrisseys (Gesang, Gitarre, Keyboards) Spielzeugpferd. Der Name taugte auch für die sechsköpfige australische Band, die er gemeinsam mit Scott Bromiley (Gesang, Gitarre, Keyboards, Trompete, Bass) 2007 ins Leben gerufen hatte. Nach EP („The John Steel Singers“, 2007) und Mini-LP („The Beagle And The Dove“, 2008) erschien 2010 das Debütalbum “Tangalooma”, das vom legendären Robert Forster (The Go-Betweens) produziert wurde.

Das Nachfolgewerk erschien Down Under bereits 2013 und darf nun auch vom Rest der Welt entdeckt werden. „Everything’s A Thread“ ist der Titel des Albums, das ganz gut in die Schublade Psych-Pop passt, wobei The John Steel Singers noch einige andere Stilmittel unterbringen und sich unter anderem in der Herangehensweise von anderen Bands jener Art unterscheiden.

Das Ineinandergreifen von durchdachten Kompositionen und der relaxten Spielweise ist vielleicht der Schlüssel für ihre sonnigen Psych-Pop-Songs. Als Vergleiche wurden Tame Impala, Pond und Super Furry Animals herangezogen. Nimmt man das Instrumentarium der Band unter die Lupe, fällt einem sofort auf, dass Gesang und Keyboards ganze vier und Gitarren drei Mal vertreten sind. Zudem werden Schlagzeug, Bass, Trompete und Posaune eingesetzt. Dabei sind vordergründig die Keyboards auf „Everything’s A Thread“ Sound bestimmend, nach einigen Hördurchläufen treten immer wieder andere Details aus dem schillernd-entspannten Klangbild hervor.

Das 17-sekündige Intro „The Needle“ führt direkt zu „Happy Before“, ein Titel der einem tatsächlich Glückshormone beschert mit den luftig-spaceigen Keyboards, die von kreisrunden Stromgitarrenfiguren flankiert werden. Darüber schweben die Falsett-Stimmen wie ein Schwarm singender Schmetterlinge. Der Guardian spricht von Stoner Rock, nicht in Gänze nachzuvollziehen, am ehesten noch beim Titelsong und „State Of Unrest“, die mit einigen Riffs dieses Genres hantieren. Wiederholt sind es jedoch die Chorstimmen, die einen zwischen Beach Boys, Bee Gees, Scissor Sisters und MGMT betören. Psych- und Space-Pop treffen auf Disco, folglich ist das Ganze auch tanzbar ohne dabei auf der Middle Of The Road Schiene zu fahren. Selbst Spuren von Soft- und Yacht-Rock, New Wave, Elektro und Philly-Soul fügen sich ins Konzept.

Obwohl die Songs leicht zu konsumieren sind, sind sie alles andere als einfach gestrickte Pop-Musik. Bei wiederholtem Hören wird die Vielschichtigkeit des Albums wahrgenommen. Dabei greifen Melodie und Rhythmus wie Zahnräder ineinander und es entsteht eine Art Kaleidoskop für die Ohren. Wer eigenwilligen, eigenständigen und zugleich eingängigen Pop sucht, der wird von The John Steel Singers‘ „Everything’s A Thread“ bestens bedient. Eine clevere, coole und entspannte Platte!

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