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Lily And Madeleine – Fumes

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Zwei Schwestern in einem Boot. Von Dunst oder Dampf keine Spur, dabei gaben Lily & Madeleine ihrem zweiten Album den Namen „Fumes“ und liegen dekorativ in dem aus Brettern gezimmerten schwimmenden Untersatz. Umgeben von tiefblauem Gewässer darf der Hörer sich nicht nur im Coverartwork verlieren, sondern gleichzeitig in die nagelneuen Songs der zauberhaften Schwestern eintauchen. Nach dem hochgelobten Debütalbum legen die Beiden nun nach mit einem vielschichtigen, dennoch in sich geschlossenem Werk, bei dem zwar nach wie vor die betörenden Harmoniestimmen der Geschwister im Zentrum stehen, jedoch in andere Klangkleider als zuvor gehüllt.

Bereits als Studentinnen zu High School Zeiten übten sich die Zwei im Harmoniegesang. Sie coverten Songs, die sie, wie im digitalen Zeitalter üblich, auf YouTube hochluden. Daraufhin wurde der Produzent Paul Mahern auf die Jurkiewicz-Schwestern aufmerksam und lud sie zu Studioaufnahmen ein. Heraus kam die EP „The Weight Of The Globe“. Außerdem zeigte sich John Mellencamp begeistert und verpflichtete sie als Gastsängerinnen für sein Musical „Ghost Brothers Of Darkland County“. 2013 erschien schließlich ihr viel beachtetes Debütalbum, das die Medien zu Recht mit Lob überschütteten.

Das Zweitwerk hält, was der Erstling versprach, erweitert gar den musikalischen Kosmos von Lily & Madeleine. Der Titelsong steht zu Beginn, leitet mit einigen Xylophon-Klängen ein, um schließlich nach und nach Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug beizufügen. Alles verknüpft mit den himmlischen, leicht die Oktaven nehmenden Stimmen der Protagonistinnen. Eine Minimal Music Violine leitet zu „Rabbit“ über, das mit der weiteren Instrumentierung gen Alternativ-Folk-Rock weist. Ein Umstand, der den hellen Singstimmen gut zu Gesicht steht und für Kontraste sorgt.

„Ride Away“ überzeugt mit sonnig-luftigen Folk-Pop-Tonfolgen, „Can’t Admit“ dagegen mit monotoner Spannung aufbauenden Bässen, die von den gesungenen Harmonien und silbrigem Piano polarisiert werden. „Cabin Fever“ kommt als patschend-klatschender, beinahe dramatischer Folk-Rock daher, der letztlich wieder die Leichtigkeit der zart-juvenilen Stimmen erfährt.

In Molltöne wird zunächst „The Wolf Is Free“ gekleidet, abermals hellen die Stimmen auf, in der Summe wird es zum Spiegel des Artwork-Motivs. „Hold On To Now“ und „Lips & Hips“ sind nachdenklicher und melancholischer Natur, beleuchtet jedoch von den akzentuierenden Jurkiewicz-Harmonien. Im Song „Hold On To Now“ geht es der Band darum, aufzuzeigen, wie wichtig es ist, im Jetzt zu leben wie Lily & Madeleine uns im Interview sagten.

Ein Titel namens „Peppermint Candy“ sollte doch Girl-Pop sein, ein klein wenig ist er es auch, jedoch im zart-eleganten Vogelfederkleid von Lily & Madeleine. Das finale „Blue Blades“ ist eine dunkle, in ‚Blue‘ getauchte Piano-trifft-Violine-Ballade, ein wundersam-melancholischer Abschied.

Lily & Madeleine haben die scheinbar schwere Hürde des zweiten Albums mit „Fumes“ meisterhaft genommen. Deshalb wird es immer schwerer zu entscheiden, ob man nun die Jurkiewicz- oder die Söderberg-Schwestern (First Aid Kit) mehr liebt. Für beide Paarungen sollten Plätze im Herzen reserviert sein!

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