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Wand – Ganglion Reef

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Wand oder Wand? Das deutsche oder englische Wort? Keine Ahnung, wie die selbsternannten Nerds aus den USA auf ihren Bandnamen kamen. Irgendwie verrückt klingt auch der Albumtitel „Ganglion Reef“ und dass sie beim Label God?, das zu Drag City gehört, unter die Fittiche von Ty Segall gerieten, tut ein Übriges. Segall war so begeistert von Wand, dass er sie als Supportact für seine Tour 2014 verpflichtete.

Nach einigen Singles hat das Quartett aus Los Angeles dieses Jahr seine Langspiel-Debütplatte abgeliefert, bei der Ty Segall, Thee Oh Sees, The Traditional Fools sowie Mikal Cronin durchaus als Vergleiche herangezogen werden dürfen. Selbstverständlich dienen auch die 60er, 70er und 80er Jahre als Fundgrube für den Psychedelic-Rock von Wand. Da dürfen Namen wie Blue Cheer, Hawkwind, Yardbirds, Pink Floyd und The Jesus And Mary Chain fallen.

Gleich zu Beginn katapultiert uns “Send/Receive (Mind)” ins Weltall des psychedelischen Heavy Rock hinaus. Viel zu sehen gibt es nicht, denn die heftig geschüttelten langen Mähnen lassen ins innere, drogenverhangene Universum blicken. Danach wird es „Clearer“ mit hellen Stimmen, die zwischen psychedelischen Beatles und „Sun Structures“ (Temples) mit den Keyboards schwirren. Heißes Wachs tropft aus den orgel-schwangeren „Broken Candles“, wogegen „Fire On The Mountain (I-II-III)“ ein Loch ins Heavy-Fuzz-Rock-Brett bohrt. Am Horizont jener grobschlächtigen Aushebung blitzen Sonnenstrahlen aus Stimmen und Keyboards. Da bleiben auch die glücklicherweise kurzen Schweinerock-Soli nicht aus, die erheben sich vielmehr als Prog-Rock-Monster.

Nach 19 Sekunden „On Ganglion Reef“ heben wir mit „Flying Golem“ ab, fliegen dem Fuzz-Rock Himmel und einem gelbroten Feuerball entgegen. „Strange Inertia (Ctrl Alt Death)“ und „6661“ hinterlassen einen quecksilbrigen, schlierigen Schweif, der von den Akustikgitarren auf „Growing Up Boys“ konterkariert wird. Zum Schluss gerät „Generator Larping“ zum langen Fade Out mit Siebenmeilen-Gitarrenstiefeln, Fuzz-Lärm, Karussell fahrenden Keyboards, Space-Sounds und hell erleuchteter Singstimme.

Wand sind Psychedelic Spinner, Garagen-Rocker, Spaceship und Zeitmaschine in einem. Manchmal fahren sie ihr Raumschiff gegen die buchstäbliche Wand und manchmal klingen sie wie das Wort Lysergsäurediethylamid. Noch Fragen?

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