Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

13 + 4 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Enter Shikari – The Mindsweep – Innovation oder Eintopf

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Schon mal jemand was von „Trance-Core“ gehört? Nein? Die englische Band Enter Shikari bezeichnen ihre Musik als solches. Trance-Core ist genau genommen ein Subgenre des Post-Hardcore. Enter Shikari gelten als Vorreiter dieses Genres, obwohl manche auch die amerikanische Band I See Stars und deren Debütalbum „3-D“ von 2009 zu den Mitbegründer zählen. Aber da Enter Shikaris Debüt „Take to the Skies“ 2007 herauskam haben diese dann doch die Nase vorn. Es ist manchmal doch recht lustig zu beobachten, wie einige Bands sich selbst eine Genre-Namen verpassen. Viele Bands hassen es ja, ein Label aufgedrückt zu bekommen. Nirvana zum Beispiel sahen sich nie als Grunge und wehrten sich vehement gegen diese Bezeichnung. Das gleiche gilt für Korn, die sich auch nie als Nu-Metal Band sahen. All diese Bands spielen einfach Rock bzw. Metal, das sollte auch reichen. Neue Namen für jeden Ton zu erfinden ist im Grunde genommen reichlicher Blödsinn. Aber nun haben wir eben eine Trance-Core-Band. Diese veröffentlichen ihr viertes Album „The Mindsweep“.

Was bekommen wir hier geboten? Gleich der Opener „The Appeal And The Mindsweep I“ erinnert vom Gesang her ein wenig an At The Drive-In, dann kommen elektronische Elemente hinzu, die auch von Linkin Park stammen könnten. Sofort folgt Schreigesang im Stile von früheren Thrice, aber auch hymnischer Chorgesang findet Platz. Dies alles in knapp fünf Minuten. Nach diesem Opener wird der Hörer dann wirklich überrascht, denn „The One True Colour“ könnte in den sanften Passagen auch von Coldplay stammen, ehe natürlich wieder Frontmann Roughton „Rou“ Reynolds eine Schreiattacke überkommt. Aber wer dachte, mehr in einen Sack zu packen ginge nicht, der wird bei „Anaesthetist“ mit Rap-Attacken überrascht.

Dass Enter Shikari fast schon ganz banale Lieder schreiben können, beweisen sie mit „The Last Garrison“, eine einfache Rock-Nummer mit Pop-Einflüssen die jetzt sicher keinen vom Hocker reißen wird. Aber genau dieses Lied haben die Jungs als Single-Auskopplung gewählt. Eigentlich schade, denn nachdem sie uns mit ihrem Stilmix ganz schön schwindelig gemacht haben, haben sie dennoch nicht den Mut, eines ihrer komplexeren Lieder als Single zu veröffentlichen. Also doch auf Nummer sicher gehen und dem Hörer mit leichter Kost ihr neues Werk „The Mindsweep“ schmackhaft machen.

Man kann jetzt darüber diskutieren ob dies etwas Innovatives darstellen soll oder man sich nur bei anderen Bands bedient, alles durch den Mixer gedreht und damit eben den sogenannten Trance-Core erschaffen hat. Bei „The Mindsweep“ werden sich die Geister scheiden. Für die einen wird es ein Meisterwerk sein, eine Band, welche die Musik – wieder mal – neu erfindet, bei anderen wird es nur zu einem leichten Schulterzucken reichen.

Zwölf Songs bilden das neue Album der Engländer. Zwölf Songs mit Rap-Passagen, starken Refrains und dazwischen viel futuristischem Sound, ausgelöst durch den verstärkten Einsatz von Synthesizern. Dieses Zusammenspiel von harten, weicheren, futuristischen und raplastigen Songs bietet eigentlich keine Plattform für ausufernde Kritik, außer die Band Enter Shikari ist dem Hörer sowieso ein Dorn im Ohr. Also vorschnelle Kritik und Missgunst weggeschoben und das Ganze erst mal sacken lassen.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.