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Charlie Cunningham – Outside Things / Breather – Ruhige Töne treffen auf Flamenco

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Es gibt sie noch, die Musiker, die einfühlsame Musik auch ohne Bart spielen können. Warme, klare Rhythmen treffen in Charlie Cunninghams Musik auf zarte Texte und kraftvollem Gesang – eine Mischung, die nicht nur Spätsommerabende, sondern auch das heimische Wohnzimmer an kalten Wintertagen versüßen dürfte.

Der Londoner Newcomer wird bereits als „the next big thing“ gehandelt und spielte unter anderem schon auf dem Hamburger Reeperbahn Festival und war als Support der Mighty Oaks unterwegs.

Die ersten beiden EPs „Outside Things“ und „Breather“ von Cunninghams Trilogie sind geprägt von seinem vom Flamenco inspirierten Gitarrenspiel und minimalistischem Arrangement. Dem Opener „Lights Off“ auf „Outside Things“ gelingt es mit Zeilen wie „Well she don’t wanna know, she’s seen the way you’ll go“ im Ohr zu bleiben und löst das sofortige Bedürfnis aus, die Repeat-Taste zu drücken. Insbesondere der Tempo-Wechsel zwischen Refrain und Strophe als Kontrast zwischen den Hoch – und Tiefpunkten des Songs trägt dazu bei, dass man Charlie Cunningham wirklich gerne weiter zuhört.

„Breather“, die zweite EP in der Musik-Triologie des jungen Briten, präsentiert einen noch melancholischeren Cunningham, der seinen Stilelementen der ersten EP treu bleibt. Fraglich bleibt, ob Cunninghams intime Musik, die Assoziationen mit Folk Kollegen wie José Gonzalez hervorruft, abwechslungsreich genug in ihrer stillen Art und Weise sein kann.

Die EPs „Breather“ und „Outside Things“ gehen ideal ineinander über und zeigen einen Künstler, dessen emotionale Kompositionen noch auf der sicheren Seite der viel bewanderten Folk-Wege bleiben. Man darf gespannt sein, ob es Cunningham gelingt, mit seiner anstehenden dritten EP „Heights“ neue Zutaten zu seinen berührenden Stücken zu mischen.

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